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Vorbericht zur IFFA 2019: führende Unternehmen der Fleischwirtschaft dabei

Mittwoch, Mai 9th, 2018

Noch ein Jahr bis zur Weltleitmesse der Fleischwirtschaft: bereits jetzt haben sich alle Weltmarktführer zur IFFA, vom 4. bis 9. Mai 2019 in Frankfurt am Main, angemeldet. Mit der Eröffnung der neuen Messehalle 12 und dem optimierten Geländekonzept präsentiert sich die IFFA größer, moderner und kompakter.

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister, wahrscheinlich profitieren auch Sie persönlich auch heute noch von den sinnvollen Anregungen, die Sie bei Ihrem Besuch auf der IFFA 2016 erhalten haben. Und vielleicht konnten Sie gar strategische Empfehlungen umsetzen, die in Investitions-Entscheidungen mündeten, die sich inzwischen als ausgesprochen vorteilhaft erwiesen haben. So wird Sie sicherlich auch die hier vorliegende Medien-Information der IFFA-Messeleitung zur IFFA 2019 interessieren, die wir Ihnen nachstehend in wesentlichen Auszügen übermitteln.

Medien-Information zur IFFA 2019

Die IFFA, so die Medien-Information, die Nr. 1 der Fleischwirtschaft, wird vom 4. bis 9. Mai 2019 ihre Tore öffnen und Frankfurt am Main wieder zum Mittelpunkt der Branche machen. Bereits jetzt, so die PR des weiteren, sind 95 Prozent der Ausstellungsfläche der Vorveranstaltung gebucht und zahlreiche namhafte Unternehmen aus aller Welt haben sich angemeldet. Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt: „Wir freuen uns über dieses starke Bekenntnis der Branche zu ihrer Leitmesse und arbeiten mit Hochdruck an der IFFA 2019, die Rekorde brechen und die Trends der kommenden Jahre setzen wird. Hier präsentiert sich das gesamte Spektrum der Fleischwirtschaft, von Manufaktur bis High-Tech.“

 

„Die neue Messehalle 12 wird zur IFFA 2019 erstmals genutzt“ – Quelle: Messe Frankfurt

Optimiertes Geländekonzept mit neuer Halle 12
Zur IFFA 2019, so die Medien-Information des weiteren, wird erstmals die neue Messehalle 12 genutzt. Die Halle stellt auf zwei Ebenen 33.600 Quadratmeter Veranstaltungsfläche mit modernstem Standard bereit. Dadurch ist die IFFA größer, moderner und übersichtlicher – es entsteht ein Rundlauf mit kurzen Wegen und schnellem Überblick über das gesamte Angebot. Die Aussteller sind dabei entlang der zentalen Prozessschritte der Fleischwirtschaft angeordnet: Vom Schlachten und Zerlegen über das Verarbeiten bis zum Verpacken und Verkaufen.

Rückblick IFFA 2016
Die letzte Ausgabe der IFFA im Jahr 2016 hat ihre führende Position in der Branche bestätigt. Über 63.000 Besucher aus 143 Ländern besuchten die Messe. Mit rund 66 Prozent erreichte die IFFA einen Spitzenwert bei der Internationalität der Besucher. Zu den Top-10 der ausländischen Besuchernationen gehörten die Russische Föderation, Spanien, Polen, Italien, die Niederlande, China, die USA, Österreich, Ausstralien und die Ukraine. Auch auf Seiten der Aussteller konnte die IFFA 2016 mit einer Anzahl von 1.027 Unternehmen eine Rekordbeteiligung verzeichnen. Die Firmen kamen aus 51 Ländern und präsentierten ihre Innovationen auf einer Ausstellungsfläche von 110.000 Quadratmetern brutto. Außerordentlich positiv beurteilten Aussteller und Besucher, einer Umfrage der Messe Frankfurt zufolge, ihre Messebeteiligung. 97 Prozent der Besucher gaben an, ihre Messebesuchsziele erreicht zu haben. Auf sEiten der Aussteller hatten 81 Prozent ihre Besucherzielgruppen erreicht.

Mehr Informationen zur IFFA finden Sie unter www.iffa.com

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Soweit wesentliche Auszüge aus der Medien-Information der IFFA-Messeleitung.

Es grüßt sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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Rekordwerte auf der IFFA 2016

Fleischermeister Marco Haag im Online-Blog-Interview – Teil eins

Freitag, November 26th, 2010

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

wie der mir persönlich bekannte Fleischermeister Marco Haag, Inhaber der Fleischerei Haag in 54292 Trier-Ruwer und 54338 Schweich unlängst mitteilte, erlebt man im Jahre 2010 bei Wild einen ausgesprochenen Boom. Da ich Marco Haag als einen Unternehmer kennen gelernt habe, der sich nicht mit seinen Erfolgen als solchen zufrieden gibt, sondern stets nach Gründen des Erfolges sucht, habe ich ihm ein Online-Blog-Interview vorgeschlagen, um im Gespräch die Erfolgsursachen herauszuarbeiten und die gegebene Entwicklung auf Nachhaltigkeit abzuschätzen. Wie ich nicht anders erwartet hatte, ging Marco Haag bereitwillig auf meinen Vorschlag ein.

Um es vorwegzunehmen: Es wurde ein Online-Blog-Interview, das erkennen lässt, wie man durch persönlichen Kontakt zum Kunden, durch die Bereitschaft, Neues auszuprobieren und durch das Erkennen und Nutzen einer besonderen Gelegenheit den Grundstein legen kann, um nicht nur sein Angebots- und Dienstleistungsprogramm zu erweitern, sondern auch seine Reichweite durch kundenwunsch-gerechte Aufnahme neuer Fleischsorten deutlich zu erhöhen und sein Profil zu schärfen.

Blog-Moderator Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

Guten Tag Herr Haag, ich falle einfach mal sogleich mit der Tür ins Haus und stelle hier

die 1. Frage:

Seit wann haben Sie Wild im Angebot?

Antwort Marco Haag:

Wir hatten die ersten Anfragen nach Wild unmittelbar von Kunden. Denn es kamen in den letzten Jahren immer mal Jäger der Region auf uns zu und fragten, ob wir bereit wären, auch Wild zu zerlegen und zu verwursten. Obschon wir die betreffenden Wild-Produkte nicht in unseren Ladengeschäften in Trier-Ruwer und Schweich vorhielten, sprach sich die Qualität unserer Arbeit offensichtlich schnell herum, denn im Laufe der Zeit konnten wir unsere Reichweite bei Jägern der Region kontinuierlich erhöhen.

Blog-Moderator

Wie Sie sagen, bescherte Ihnen die Mund-zu-Mund-Propaganda sogar Kunden (Jäger) mit weiter Anreise aus Luxemburg und Mönchen-Gladbach.

2. Frage

Hätten die Jäger denn seinerzeit nicht ihrerseits das Wild zerlegen können?

Antwort Marco Haag

Grundsätzlich hätten sie seinerzeit dazu durchaus die Möglichkeit gehabt. Offenbar suchten viele unter ihnen aber nach einer zuverlässigen Alternative oder scheuten schlicht die notwendigen Investitionen.

Blog-Moderator

Das heißt, Sie haben mit Ihrer Fleischerei anfänglich ausschließlich für den Jäger und dessen Eigenbedarf gefertigt und zunächst selbst keine Wild-Produkte in Ihren Ladengeschäften vorgehalten. Inzwischen haben Sie Ihre Wild-Zielgruppe aber wesentlich erweitert.

3. Frage:

Wann fiel die Entscheidung, sich für Wild stärker zu interessieren oder zu engagieren?

Antwort Marco Haag

Natürlich blieb unser Engagement für Wild auch bei unserer Stammkundschaft nicht unbemerkt. Denn es erregt schon Aufmerksamkeit, wenn ein kompletter Hirsch bei uns angeliefert wird. Irgendwann erreichten uns die ersten Anfragen unserer Stammkunden nach Wild-Produkten. Zwar diskutierten wir intern fortan immer mal, ob wir unser traditionelles Sortiment aufstocken sollten; – die Entscheidung jedoch, Wild tatsächlich aufzunehmen fiel erst, als ab 01. 01. 2010 die Zerlegung von Wild gesetzlich an Auflagen gebunden wurde. Denn fortan durften nur noch solche Betriebe Wild zerlegen und verarbeiten, die eine EU-Registraturnummer hatten und auch rechtzeitig den entsprechenden Antrag auf Wild-Zerlegung und –Verarbeitung gestellt hatten. Zusätzlich wurden eigene Räume für Wild und zeitversetztes Produzieren zu unseren Standard-Artikeln zur Auflage gemacht.

Wir beschlossen, die sich bietende Gelegenheit und Profilierungschance zu nutzen, und nahmen alle erforderlichen Investitionen vor, um die notwendige EU-Registratur-Nummer zu erhalten und zudem eine solide Grundlage für Qualität und Zuverlässigkeit zu schaffen. Zu diesen nicht unbeträchtlichen Investitionen in den Wildbereich gehörten u. a.

ein Gefrierschrank

ein Klimahaus

ein Hochdruck-Sterilisationsgerät und

eine Klimakammer als Nachreiferaum für Wurst

Da die meisten Jäger entsprechende Investitionen scheuten oder ihnen teilweise schlicht der Platz dafür fehlte, erhöhte sich bei uns die Nachfrage nach Zerlege- und Verarbeitungsarbeiten aus diesem Kundenkreis. Wir hatten fortan das Gefühl, hier ein ausbaufähiges Geschäftsfeld vor uns zu haben.

Durch Betriebsbegehungen für unsere Ladengeschäfts-Kunden machten wir unsere Spezialisierung dann zunächst auch im Stammkundenkreis bekannt. Hierbei sorgen der gut einsehbare Gefrierschrank, die Naturreife-Anlage und das jeweils näher erläuterte Naturreife-Verfahren für einen unschätzbaren Vertrauensvorschuss.

Inzwischen gibt es die ersten Kunden, die zwar wegen der Keulen von Reh und Hirsch zu uns kommen, aber dann auch anderes Fleisch bei uns kaufen – und somit für einen beträchtlichen Umsatzschub sorgen.

Blog-Moderator:

Durch Ihren unmittelbaren Kontakt zur regionalen Jägerschaft liegt die Vermutung nahe, Wild-Verkauf sei auch bei Ihnen ein Saison-Geschäft.

4. Frage

Wie ist es Ihnen gelungen, die Wild-Saison für Ihre Ladengeschäfts-Kundschaft zu verlängern?

Antwort Marco Haag:

Wir sind schon seit vielen Jahren eine Metzgerei, die insbesondere auch den Convenience-Sektor pflegt. Im SB-Bereich erhält der Kunde bei uns von jeher

Fertiggerichte in Dosen

und

Wurst in Gläsern

Bei den Voll-Konserven profitiert der Kunde zudem von einer Haltbarkeit von bis zu einem Jahr (bei Lagerung bis zu 25 Grad C). Die dort portionierten, relativ kleinen Mengen werden gern von älteren Kunden und/oder Einpersonen-Haushalten bevorzugt.

Da es auch bei Wild Kunden gibt, die keine ganzen Keulen einkaufen wollen, zudem auf Convenience nicht verzichten möchten, lag es für uns nahe, unsere entsprechenden Erfahrungen zielgruppenbewusst für die Herstellung von

Wild-Fertiggerichten in Dosen

und

Wild-Salamis

einzusetzen.

Die Präsentation in Dosen ermöglicht uns, auch Wild nahezu ganzjährig und saisonunabhängig in unseren Ladengeschäften vorzuhalten. Eine jüngst installierte Sonder-Ausleuchtung unseres SB-Bereichs erhöht zudem die Attraktivität und Wertigkeit auch dieser Convenience-Produkte.

Blog-Moderator

Herr Haag, ich glaube, hier ist eine gute Gelegenheit, eine Cäsur zu setzen. Ich sehe dem zweiten Teil des Online-Blog-Interviews mit Interesse entgegen.

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Link zu Teil zwei des Online-Blog-Interviews

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