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Die Wertschöpfungsstufen Ihres Fleischer-Fachgeschäfts und ihre Besonderheiten

Mittwoch, Dezember 5th, 2018

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

je länger Ihre Wertschöpfungskette ist und je mehr Einfluss Sie auf die einzelnen Stufen ausüben, umso weniger verwechselbar wird Ihr Fleischerfachgeschäft. Vielmehr gewinnen Sie an Profil. Je transparenter Sie hierbei Ihre Wertschöpfungskette für den (End)-Verbraucher machen, umso mehr Vertrauen generieren Sie. Das beginnt mit einem deutlich sichtbaren Hinweis auf Ihrer Website und/oder in Ihrem Ladengeschäft auf den Bauern Ihrer Region, der Ihnen derzeit „Ihr Qualitätsfleisch“ liefert. Könnten Sie gar Ihren Fleischeinkauf bei einer bäuerlichen Erzeugergemeinschaft (wie z. B. Schwäbisch Hall) tätigen, profitieren Sie zusätzlich von der Reputation, den eine solche Erzeugergemeinschaft genießt. Zur Abgrenzung gegenüber Ihrem „regionalen Konkurrenten auf Augenhöhe“ dient das aber solange nicht, wie dieser Wettbewerber die gleichen Einkaufsmöglichkeiten nutzen kann, diese auch wahrnimmt und natürlich auch kommuniziert.

Doch nachgelagerte Wertschöpfungsstufen bieten Ihnen Möglichkeiten, hier gestaltend einzugreifen und sich vom Wettbewerb abzuheben. Hierzu gehören:  Lagerhaltung, Produktion, Sortiments-Art, -Umfang und –Vielfalt, Marketing und Präsentation am POS, (Online)-Bestellmöglichkeiten  sowie Distribution (Lieferservice).

Prüfen Sie einfach mal, in welcher dieser Wertschöpfungsstufen Sie  Ihre fleischerhandwerkliche Kreativität am deutlichsten einbringen könnten. Und checken Sie per Brainstorming innerhalb Ihrer Familie und Ihres Teams oder im direkten Kundengespräch, welche  Ihrer Maßnahmen oder welche zusätzliche Aktivität von welcher maßgebenden Zielgruppe Ihres Betriebes am meisten geschätzt würde. Wo könnten Sie ansetzen, und wo könnten Sie sich nachhaltig gegenüber dem Wettbewerb abgrenzen und wo wären Sie am schwersten von Ihren Konkurrenten zu kopieren?

So könnten Sie Ihre fleischerhandwerkliche Kreativität in Ihre Produktgestaltung einbringen, um sich vom regionalen Wettbewerb auf Augenhöhe abzugrenzen.  Z. B.  könnte eine hauseigene Schinkenpresse, die Ihrem Schinken eine unverwechselbare Form verleiht, die Wahrnehmung des Erzeugnisses erhöhen. Produktstreckungen (weitere Varietäten) Ihrer Bestläufer mit entsprechend dichter Präsenz in Ihrer Theke schaffen Aufmerksamkeit und tragen zur Kundenbindung Ihrer Stammkunden und Intensiv-Verwender bei.  Lokal- der regionaltypische Produktnamen Ihrer Erzeugnisse schmeicheln dem Lokalpatrioten und sorgen für die so wichtigen Emotionen.

Und umso weniger kopierbar oder gar austauschbar werden Ihre handwerklich hergestellten Erzeugnise. Hierdurch entziehen Sie sich der preislichen Vergleichbarkeit. In einem nächsten, entscheidenden Schritt gilt es sodann, dem Kunden konkret den Nutzen oder Zusatz-Nutzen zu verdeutlichen, den er aus der Verwendung Ihrer Erzeugnisse hat. Lesen Sie hierzu bitte den Fleischer/Metzgerblog-Beitrag

Das Original und seine Wahrnehmung

Es grüßt Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Bücher für die Fleischer/Metzgerbranche
Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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Die Fach-Fleischerei und die Visualisierung von Verzehr-Situationen

Freitag, Juli 20th, 2018

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

heute beginne ich mit einer Frage: Was haben Einrichtungs-Apps von Möbelhäusern und die plakative Visualisierung von Verzehr-Situationen aktueller Fleischerei-Angebote gemeinsam?  – Meine Antwort:  Beide unterstützen verkaufswirksam das Vorstellungsvermögen des Interessenten.

Hat sich der (mehr …)