Posts Tagged ‘Wertigkeit’

Gut aufgestellt in pandemischen Zeiten

Samstag, Oktober 17th, 2020

Sehr geehrter Herr Fleischer-/Metzgermeister,

möglicherweise is auch in Ihrem stationären Fleischer-Fachgeschäft das Besucheraufkommen seit geraumer Zeit ein wenig rückläufig. Haben Sie jedoch einen laufend aktualisierten Onlineshop, könnten die dortigen Umsätze seit geraumer Zeit Umsatzzuwachs verzeichnen.

Je mehr Sie sich durch Qualitätsführerschaft und Servicekonstanz sowie durch signifikante Betriebs- und Ladengeschäftsstruktur den Attributen einer MARKE nähern, umso mehr Vertrauen generieren Sie. Ist Ihr Betrieb zudem Generationen übergreifend inhaber-geführt, und ermöglichen Sie dem Kunden gar direkte Inhaber-Kommunikation via Bedientheke, sehen die Kunden sicherlich auch in pandemischen Zeiten keinen Grund, den Anbieter zu wechseln. Darüber hinaus dienen Online-Bestellmöglichkeiten der Kundenbindung.

Provenienz-Nachweis Ihrer Produkte – möglichst bis zu dem Sie beliefernden Bauern und dem Tier auf der Weide- wird zunehmend geschätzt. Lieferservice bis zur Haustür des Kunden könnte ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal sein. Durch deutlich gemachten Regional-Einkauf Ihrer Produkte grenzen Sie sich gegenüber beratungsarmen Supermärkten und preisaggressiven Discountern ab. Die Begrenzung der jeweils maximal in Ihrem Ladengeschäft zulässigen Kundenzahl und ein Hinweis auf Maskenpflicht sowie auf Beachtung der Abstandsregeln dienen der Sicherheit von  Inhaberfamilie, Personal und Kunden.

Je besser es Ihnen gelingt, die Besucherströme zu entzerren und eine eventuelle Warteschlagenbildung größtenteils vor Ihr Geschäft zu verlagern, umso weniger Angriffsmöglichkeiten hat das Virus. Eine Warteschlange sorgt zudem für Aufmerksamkeit und steigert die Wertigkeit Ihrer Produkte in der Wahrnehmung des Verbrauchers.

Bleiben Sie bitte gesund!

Es grüßt Sie freundlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer-/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer-/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs „Die Metzger-Bibel“

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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Preisdruck bei austauschbarer Ware

Montag, Januar 13th, 2020

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

austauschbare, durch ein gleichwertiges Konkurrenzprodukt ersetzbare Ware wird primär „über den Preis“ gekauft. Der jeweils günstigere Preis setzt hier den entscheidenden Kauf-Impuls.

Im klassischen Möbelhandel, wo eine Vielzahl von (Einzel)-Händlern ihr Möbelsortiment von nur wenigen industriellen Herstellern bezieht, sind entsprechend viele der jeweils vorgehaltenen Möbel vergleichbar und somit austauschbar. Die Folge ist ein ständiger Kampf um den Kunden. Der puristische stationäre Möbelhandel lockt hierzu den Kunden über zeitlich limitierte Aktionen und Ratenzahlung in das Möbelhaus. Bei den Puristen unter den Möbel-Onlinehändlern ist der PREIS das entscheidende Kriterium, das den Impuls zum Kauf setzt, sofern Möbelanlieferung und Hilfe beim Möbelaufbau oder –Zusammenbau gewährleistet sind.

In jedem dieser beiden Geschäftsmodelle ist die Wertschöpfungskette ausgesprochen kurz, und die Marketing-Abteilung ist vor entsprechend große Herausforderungen gestellt.

Im Unterschied zu diesen beiden Geschäftsmodellen gelingt es dem skandinavischen Möbelhaus IKEA, nicht nur online und offline miteinander zu verknüpfen; – sondern gleichzeitig generieren die Schweden  eine ausgesprochen lange Wertschöpfungskette. Diese beginnt bei der Ideenfindung, geht sodann über eigenständiges Produkt-Design und (vornehmlich) eigene Herstellung bis zu Produkt-Präsentation inkl. Virtual Reality. Sie erreicht ihre Vollendung im Verkauf in eigenen Niederlassungen. Die laufende Kontrollmöglichkeit über JEDE EINZELNE der Wertschöpfungsstufen schafft das so wichtige Vertrauen und trägt zur Kunden-Loyalität bei.  Die logische Folge sind unverwechselbare Kreationen, die sich aufgrund ihrer Individualität der preislichen Vergleichbarkeit entziehen und in ihrer Gesamtheit dazu beitragen, die MARKE IKEA zu prägen.

Und natürlich sind auch Sie als Fleischer/Metzgermeister mit Ihrem Betrieb gut aufgestellt, wenn Sie einerseits ein Angebots-Sortiment haben, das dem Wünschespektrum Ihrer Stammkunden und Intensiv-Verwender weitestgehend entspricht. Und andererseits sind Sie gut aufgestellt, wenn dieses Sortiment und seine Präsentation Ihnen ein einprägsames Profil verschaffen, um sich gegenüber Supermärkten und Discountern sowie gegenüber Ihrer regionalen Konkurrenz auf Augenhöhe deutlich abzugrenzen.

Je länger Ihre Wertschöpfungskette ist, je mehr Einfluss Sie als Fleischer/Metzgermeister auf die einzelnen Wertschöpfungsstufen nehmen können und je transparenter Sie diese Stufen für den Kunden kommunizieren, umso mehr KAUF entscheidendes Vertrauen könnten Sie aufbauen

Je individueller, je eigenständiger hierbei einzelne Ihrer Stufen sind, umso mehr schützen Sie sich vor Nachahmern. Individuelle Produktgestaltung (zum Beispiel mit Hilfe einer Schinkenpresse), Produktstreckungen  sowie lokal- oder regional-typische Produktnamen tragen zur Abgrenzung bei.

In dem Zusammenhang könnte Sie ein Fleischer/Metzgerblog-Beitrag interessieren, der sich seit geraumer Zeit dem Thema Wertschöpfung ausführlich widmet. Klicken Sie hierzu bitte:

Die Wertschöpfungsstufen Ihres Fleischer-Fachgeschäfts und ihre Besonderheiten

Es grüßt Sie freundlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzgerbranche
Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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P. S. Der Beitrag wird bis auf weiteres auch gelistet unter „Erfolgskonzepte für Fleischer-Fachgeschäfte