Posts Tagged ‘Supermarkt’

Regionale Nähe und ihre Vermittlung

Mittwoch, Juli 12th, 2017

Der Regio-Begriff in der Lebensmittelbranche

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

sicherlich machen auch Sie sich laufend Gedanken darüber, wie Sie Ihr Fachgeschäft und/oder Ihre Produkte nachhaltig im Bewusstsein Ihrer Kunden verankern. Und damit sind Sie in guter Gesellschaft. Denn auch größere Lebensmittel-Betriebe (mehr …)

Das Umfeld Ihrer Fleischerei/Metzgerei

Mittwoch, November 2nd, 2016

Standortnahe Betriebe aus Nachbarbranchen als Umsatzgenerator

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

vielleicht gehören Sie zu den Fleischer/Metzgermeistern, die in ihrem Ort oder ihrem Stadtteil mit ihrer Fleischerei/Metzgerei eine Monopolstellung besitzen. Die Attraktivität Ihres Angebots und Ihrer Dienstleistung ist groß, und so manch ein Kunde lässt sich für einen Einkauf in Ihrem Ladengeschäft begeistern.  Je dichter die Infrastruktur, je stimmiger oder ergänzender das Umfeld jedoch ist, umso (mehr …)

Wo stünden Sie heute ohne die vielen Krisen?

Freitag, Februar 1st, 2013

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

„Krise“ ist seit geraumer Zeit ohne Frage eins der meiststrapazierten Wörter der deutschen Sprache.

Eine „abnehmende Zuwachsrate“ der konjunkturellen Entwicklung (was de facto aber immerhin noch eine Zuwachsrate ist) oder eine „marginale Verschlechterung der bis dato überaus positiven Stimmungslage“ der deutschen Wirtschaft wird medial schnell zur Krise deklariert. Denn bekanntlich sorgen Negativ-Schlagzeilen für gesonderte Aufmerksamkeit, und dramatische Ereignisse wecken das Interesse der Öffentlichkeit. Das Alles ist Ihnen bewusst und so wissen Sie längst, wie Sie entsprechend dramatisierende Einschätzungen für sich einzuordnen haben, bevor Sie sich über die Maßen beunruhigen lassen.

Als Mittelständler jedoch, der seit vielen Jahren seine Fleischerei/Metzgerei erfolgreich führt, haben Sie ein untrügliches Gespür dafür bekommen, wann eine behördliche Maßnahme oder ein Trend  tatsächlich für Sie und Ihren Betrieb eine gefährliche Entwicklung nehmen könnte.

So werden sicherlich auch Sie heutzutage besonders sensibilisiert, wenn

    • behördliche Maßnahmen (wie z. B. ausgaben-intensive Hygiene-Auflagen oder erweiterte Feuerschutz-Bestimmungen) in Ihren Betriebsablauf eingreifen
    • Infrastrukturelle Veränderungen in Ihrer  Nachbarschaft offenkundig werden (eine Supermarktkette eröffnet eine neue Niederlassung)
    • ein neues überdimensioniertes und zudem den Filialisten vorbehaltenes Einkaufs-Zentrum die traditionelle, mittelstandsgeprägte Einkaufsstraße Ihres Ortes oder Stadtteils leerfegt.

Denn Derartiges könnte sich gegebenenfalls tatsächlich zu einer echten Krise Ihres Betriebes auswirken – und entsprechend sind Sie sensibilisiert, einer solchen echten Krise nicht nur durch  geeignete strategische Maßnahmen wirkungsvoll entgegen zu wirken.

Die Sorge, Einbußen zu erleben, die Angst, tatsächlich etwas verlieren zu können, lässt Sie nachdenklich und besonders aktiv werden. Es ist die in der Krise besonders deutlich werdende Verlust-Aversion, die Sie zu erhöhter Kreativität anspornt. Jede echte Krise fordert Sie also besonders heraus – und nach jeder erfolgreichen Problemlösung sind Sie besser, da marktgerechter, aufgestellt als zuvor. So gesehen steckt also in jeder echten Krise durchaus etwas Positives. Eine echte Krise ist somit ein Entwicklungs- oder Fortschrittsbeschleuniger. So könnten vielleicht auch Sie von sich behaupten: „Wenn ich nicht so viele Krisen durchzustehen und erfolgreich zu meistern gehabt hätte, dann wäre ich mit meinem Betrieb nicht da, wo ich heute stehe.“

In die Zukunft projiziert heißt das: Diejenigen unter Ihnen, die durch Markt- und Trendbeobachtung rechtzeitig eine herausziehende echte Krise erkennen und sich entsprechend einstellen, werden einen bedeutsamen Wettbewerbsvorteil besitzen.

Natürlich ist man in „guten Zeiten“, in Zeiten, in denen „alles glatt läuft“, nicht besonders sensibilisiert, kreativ zu werden. Aber gerade in solchen Zeiten lässt sich ein Wettbewerbsvorsprung ausbauen, da nämlich die Konkurrenz ihrerseits „satt“ (sprich: ein wenig denkfaul) ist.

Warum also simulieren Sie nicht einfach mal gedanklich die eine oder andere mögliche Krise? Warum nehmen Sie nicht einfach mal eine kritische Situation analytisch vorweg? – Sie werden erstaunt sein, wie selbst bei einer simulierten Verlust-Aversion die Ideen nur so sprudeln.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel (Erscheinungsdatum 01. November 2012); ZWEITE Auflage vom 15. November 2012

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG

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