Posts Tagged ‘Kompetenz’

Der Wettbewerbsvorteil

Montag, Juli 8th, 2019

Kreativität, zeitlicher Vorsprung, Kompetenz und Wahrnehmung

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister, vielleicht gehören auch Sie persönlich mit Ihrem Fleischer-Fachgeschäft zu denjenigen Unternehmern, die seit vielen Jahren auf einer Erfolgswelle schwimmen. Das Wettbewerbsumfeld ist weitestgehend stabil und sie haben ein zuverlässiges Team. Sie haben ferner Ihr Angebots-Sortiment und Ihre Dienstleistungen auf bestmögliche Erfüllung der Wünsche und Erwartungen Ihrer (Stamm)-Kundschaft ausgerichtet. Sie könnten also geschäftlich weitestgehend zufrieden sein. Doch Vorsicht: Es sind diese Phasen anhaltenden Erfolges, die für Ihre Bereitschaft, etwas zu ändern und Neues zu wagen kontraproduktiv sind.

Zwar haben Sie als Fleischer/Metzgermeister ein gehöriges Maß an handwerklicher Kreativität; Sie werten zudem die Empfehlungen und Anregungen Ihrer (Gewürz)-Lieferanten aus, und die besten Einfälle zu Produkt-Streckungen Ihrer Bestläufer, zu neuen Kreationen oder gar zu einer neuen Produkt-Kategorie  haben Sie sodann während der morgendlichen (Routine)-Arbeit. – Sie zögern jedoch, die neuen Kreationen Ihrer Kundschaft vorzustellen, da Sie das Ergebnis noch ein wenig verfeinern möchten. Doch erfolgreiche Betriebe verändern sich, erfolgreiche Betriebe halten die Innovationsquote hoch und erfolgreiche Betriebe lassen Ihren neuen Kreationen auch Ankündigungen und vor allem auch Taten folgen.

Treffen Sie mit Ihrer neuen Kreation weitestgehend „ins Schwarze“, dann gilt es, den zeitlichen Vorsprung, den Sie als ERSTER mit Ihrer neuen Kreation erzielt haben zu nutzen, um schnellstmöglich auch für dieses Produkt die so wichtige Kompetenz aufzubauen. Denn die „widerspruchsfreie Zuständigkeit“ wird Ihnen helfen, das Produkt in Ruhe, das Feed Back Ihrer (Stamm)-Kunden auswertend, kundenwunsch-gerecht zu optimieren. Die Konkurrenz könnte Sie dann allenfalls in der Produkt-Ebene „kreativ imitieren“. Das heißt jedoch: Ihr Erzeugnis wird als DAS ORIGINAL wahrgenommen, an dem sich der Wettbewerb orientiert. Ein eingängiger Produktname, möglichst mit Lokal- oder Regionalbezug, ein zusätzlicher Hinweis auf Möglichkeiten der Verwendbarkeit und/oder Nutzenstiftung des Produktes werden dazu beitragen, die so wichtigen Kauf entscheidenden Emotionen zu erzeugen.

Es grüßt Sie freundlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)
Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
Zurück zur Startseite

P. S. Der Beitrag ist bis auf weiteres auch gelistet unter „Erfolgskonzepte für Fleischer-Fachgeschäfte

Wertschöpfungskette und Komplexität

Freitag, April 26th, 2019

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister, je mehr Stufen Sie in Ihrer Wertschöpfungskette vom Tier auf der Weide über Fütterung, Schlachtung und Zerlegung bis zum verkaufsgerechten Fleisch- oder Wurstprodukt in Ihrer Theke kontrollieren oder gar beeinflussen können und je transparenter Sie diesen Wertschöpfungsprozess machen, umso mehr Vertrauen genießen Sie bei Ihrer Kundschaft. Verstehen Sie es darüber hinaus, im Produktions- und Dienstleistungssektor rechtzeitig Tendenzen oder Trends zu erkennen und aufzugreifen oder gar selber zu setzen, könnten Sie Ihrer lokalen oder regionalen „Konkurrenz auf Augenhöhe“ stets den entscheidenden Schritt voraus sein.

Wertschöpfungskette und Kompetenz

Je länger Ihre Wertschöpfungskette ist, je mehr Wertschöpfungsstufen sie also umfasst, umso eher ist der Endverbraucher geneigt, Ihnen besondere Kompetenz bei der Wurstherstellung zuzubilligen. Und das ist ein bedeutsamer Wettbewerbsvorteil. Denn: Haben Sie erst mal in der Wahrnehmung des Verbrauchers die widerspruchsfreie Zuständigkeit erworben, könnte Sie der Wettbewerb allenfalls in der Produktebene kopieren oder kreativ imitieren. Das heißt aber gleichzeitig: IHR Produkt wird als DAS ORIGINAL wahrgenommen mit allen daraus ableitbaren Vorteilen für die betreffende Wertschätzung des Verbrauchers.

Und jetzt kommt etwas ganz Entscheidendes: Je besser es Ihnen darüber hinaus gelingt, dem Kunden durch Erwerb des Produktes einen konkreten Nutzen aus der Verwendung (z. B. „Convenient in der Zubereitung“) zu versprechen, umso eher erlangen Sie Kompetenz in der Ebene der Nutzenstiftung. Die widerspruchsfreie Zuständigkeit in der Nutzungstiftungsebene ist deshalb so bedeutend, da in dieser Ebene (z. B. durch Visualisierung von Verwendungs-Situationen) Kauf entscheidende Impulse gesetzt werden.

Wertschöpfungskette und Komplexität

Je länger die Wertschöpfungs-Kette ist, je umfangreicher die einzelnen WertschöpfungsStufen sind, umso komplexer wird der gesamte Herstellungsprozess. Logistische Herausforderungen wachsen, handwerkliche Produktionsstufen und (Produkt)-Reifephasen sind aufeinander abzustimmen. Läuft ein Betrieb dann temporär unter Volllast, sind Logistik, Kutter und Kühlaggregate sowie das Produktions- und Verkaufs-Team besonders gefordert. Eine einzige Schwachstelle kann den Betriebsablauf nicht nur ein wenig stören, sondern den Herstellungsprozess buchstäblich lähmen oder gar zum vorübergehenden BreakDown führen, der auf den ersten Blick in seiner Dimension in keinem sinnvollen Verhältnis zur konkreten Ursache zu stehen scheint.

Ergänzend zu diesem Beitrag wird unten stehend auf zwei weitere Fleischer/Metzgerblog-Beiträge verlinkt, welche sich der Thematik bei leicht geänderter Fragestellung ebenfalls widmen.

Es grüßt Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)
Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
Zurück zur Startseite

P. S. Der Beitrag ist bis auf weiteres auch gelistet unter „Erfolgskonzepte für Fleischer-Fachgeschäfte

Auch jene Beiträge könnten Sie interessieren:

Das Original und seine Wahrnehmung

95%