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IFFA 2019 – Die Leitmesse zum Thema Fleisch

Sonntag, März 10th, 2019

Vorbericht: „Digitalisierung im Handwerk“

Frankfurt am Main: 27.02.2019  –  Wie im Fleischerhandwerk Tradition und Zukunft zusammenfinden, können Fleischer vom 4. bis 9. Mai 2019 bei der IFFA in Frankfurt am Main erkunden. Der digitale Wandel und die Vielfalt seiner Möglichkeiten eröffnen dem handwerklich arbeitenden Fleischer Potenziale und Chancen. Einen Einblick in neue Anwendungen für das Handwerk wird die IFFA 2019 bieten.

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister, wir freuen uns, unsere laufende Berichterstattung zu bedeutsamen Fachmessen der Lebensmittelbranche durch eine weitere PR zur IFFA 2019 zu ergänzen, die wir Ihnen gern nachstehend in wesentlichen Auszügen übermitteln.

Medieninformation zur IFFA 2019

IFFA 2019 – Digitalisierung im Handwerk

Vor dem Hintergrund der anhaltend guten wirtschaftlichen Situation im Fleischerhandwerk führt der Mangel an qualifizierten Fachkräften bei den Betrieben zu extremer Auslastung. Ungenutzte Effizienzpotenziale müssen erschlossen werden. Eine Maßnahme ist die Investition in moderne Technik und digital unterstützende Technologien. So können zeitaufwändige Routinearbeiten mit digitaler Unterstützung schneller erledigt werden – mit dem Ziel: mehr Zeit für die Kunden. Die Vielfalt der angebotenen Module und Lösungen ist groß.

© und Quelle: Messe Frankfurt / Pietro Sutera

Kundenkommunikation mit Potenzial

Digitalisierung bedeutet auch, den Kundenbeziehungen eine neue Dimension hinzuzufügen. Für Max Beck, Fleischermeister in der Metzgerei Opfer in Ringgau und als Blogger „Wursthandwerker“ unterwegs, bedeutet Digitalisierung in erster Linie die Nutzung sozialer Medien für die Kundenkommunikation. Er sagt: „Wir sind ein kleiner Betrieb mit einem Ladengeschäft und für mich liegt der Fokus der Digitalisierung auf der Nutzung digitaler Medien. So kann ich beispielsweise eine Aktion, die nächste Woche stattfindet, auf Facebook bewerben und sie erreicht genau die Leute, die das wissen sollten – ohne Streuverluste.“ Außerdem plant er, den bestehenden Onlineshop zu optimieren. „Dennoch gilt“, so sagt Max Beck, „Erstkauf mit Beratung bei uns im Geschäft oder auf einem der Marktstände und Nachkauf online“.

Betriebsabläufe automatisieren

Auf praktische Lösungen für Betriebsprozesse setzt die Fleischerei Bechtel in Zella. Die Fleischerei mit drei Filialen und Großhandelsvertrieb arbeitet zum Beispiel mit einer vollautomatischen Zeiterfassung für die Mitarbeiter. Johannes Bechtel, der als Metzgermeister und Bachelor Wirtschaftswissenschaften, Finance and Accounting den digitalen Wandel in der Metzgerei seiner Eltern vorantreibt, sagt: „Die Zeiterfassung brachte uns eine enorme Erleichterung. Eine andere sinnvolle digitale Anwendung ist die Telemetrie in unseren Wurstautomaten, die vor zwei Filialen stehen. Ich kontrolliere den Bestand direkt übers Handy.“ Die Planungen gehen weiter – in Richtung digitale Dokumentation der Hygienemaßnahmen und außerdem Online-Shop. Johannes Bechtel sagt: „ Nur mit einem vollautomatischen Bestellprozess machen wir es den Onlinekunden leicht und komfortabel.“ Das sind auch die Anforderungen, die er – als Anwender – an digitale Applikationen stellt: „Sie müssen so gestaltet sein, dass sie einfach und schnell bedienbar sind und die Angestellten trotzdem noch ‚handwerken’ können. Und – nicht zu vergessen – sicher!“

Passgenaue Lösungen

Max Esser, Fleischermeister bei „Wurstspezialitäten Esser“ aus Erkelenz, sagt: „Digitalisierung ist für uns Mittel zum Zweck. Wir sind nicht erfolgreich, weil wir digital sind, sondern weil wir wirklich gute Produktqualität und Fachberatung bieten. Ohne digitale Hilfe hätten wir das vermutlich nicht erreicht. Wir nutzen digitale Anwendungen vor allem, um den Job der Mitarbeiter zu vereinfachen – wie die Verkaufswaagen. Bei so vielen Artikelnummern können wir von den Mitarbeitern, vor allem Azubis und Quereinsteigern, kaum erwarten, diese schnell zu beherrschen. Hier mischen wir aktuell digitale und noch zu viele analoge Systeme, um es den Mitarbeitern einfacher zu machen. Wir müssen digital effizienter werden. Solange wir Artikelnummern händisch irgendwo auf der Waage notieren müssen, ist die digitale Waage nicht effizient genug.“ In der Produktion nutzt die Fleischerei Esser mit ihren über 25 Filialen ein Warenwirtschaftssystem. So würden sich zum Beispiel Lieferscheine schnell erstellen und Angebotspreise systematisch planen lassen, erklärt Max Esser. „Es gibt nicht die eine perfekte digitale Lösung, die meisten sind sogar zu kompliziert. Jeder muss für sich selbst schauen, welche zu seinem Betrieb passt. Wenn eine digitale Lösung den Job nicht einfacher macht, dann passt sie nicht zum Betrieb.“

Eigens zum „Digitalen Wandel“ hat der Deutsche Fleischer-Verband einen Strategiekreis gegründet und damit das Thema zu einem wichtigen Aspekt der Verbandspolitik gemacht. Die Mitstreiter dieses Think Tank treffen sich regelmäßig und werden unter anderem Handlungsempfehlungen für ihre Berufskollegen ausarbeiten. Gero Jentzsch, Leiter der Kommunikation beim Deutschen Fleischer-Verband sagt: „Wir behandeln vor allem solche Themen, die der Optimierung der Geschäftsprozesse dienen. Eine Fleischerei wird immer ein Handwerksbetrieb bleiben und handwerkliche Lebensmittel auf hohem Niveau herstellen – das ist ihre Stärke – aber die Art, in der die umgebenden Prozesse, also zum Beispiel das Bestellwesen oder die Betriebsprozesse laufen, kann durch digitale Dienste optimiert werden.“

IFFA: die Leitmesse zum Thema Fleisch

Die IFFA ist die erste Adresse für das Fleischerhandwerk. Vom 4. bis zum 9. Mai zeigen über 1.000 Anbieter Produktneuheiten und Trends für die gesamte Prozesskette der Fleischverarbeitung. Ein wichtiger Angebotsbereich für das Handwerk ist in der neuen Halle 12.0 zu sehen. Hier präsentieren sich im Schwerpunkt die führenden Anbieter aus dem Bereich „Verkaufen – Alles rund um das Fleischerfachgeschäft“ und auch das Wettbewerbsareal des DFV ist hier angesiedelt. In der Halle 12.1 sehen die Besucher Trends und Neuheiten zum Thema Ingredienzien, Gewürze, Hilfsstoffe, Därme und Packmittel. Die hier vertretenen marktführenden Unternehmen sind wichtige Partner in der handwerklichen Fleischverarbeitung. In der Halle 11 sind die Produktbereiche Verpacken, Versorgungs-einrichtungen, Mess- und Wägetechnik sowie Anbieter aus dem Bereich Verarbeiten-Schneiden präsent. Die Hersteller aus dem Segment Schlachten und  Zerlegen sind wieder in der Halle 9.0 und 9.1 vertreten. In der Halle 8 findet sich der Angebotsbereich Verarbeiten.

Alle Informationen zur IFFA und Tickets unter:
www.iffa.com

 

Hintergrundinformation Messe Frankfurt

Messe Frankfurt ist der weltweit größte Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände. Mehr als 2.500* Mitarbeiter an 30 Standorten erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 715* Millionen Euro. Mittels tiefgreifender Vernetzung mit den Branchen und eines internationalen Vertriebsnetzes unterstützt die Unternehmensgruppe effizient die Geschäftsinteressen ihrer Kunden. Ein umfassendes Dienstleistungsangebot – onsite und online – gewährleistet Kunden weltweit eine gleichbleibend hohe Qualität und Flexibilität bei der Planung, Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltung. Die Servicepalette reicht dabei von der Geländevermietung über Messebau und Marketingdienstleistungen bis hin zu Personaldienstleistungen und Gastronomie. Hauptsitz des Unternehmens ist Frankfurt am Main. Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.

Weitere Informationen: www.messefrankfurt.com

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Soweit wesentliche Auszüge aus der Medien-Information der IFFA-Messeleitung

Die IFFA  2019 öffnet vom 4. bis 9. Mai 2019 ihre Tore.

Der CountDown zum Eröffnungstermin der IFFA 2019 am 4. Mai 9:00 Uhr läuft

 

 

Es grüßt Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)
Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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Die neue IFFA

Silvester 2017 – ein Jahresrückblick

Sonntag, Dezember 31st, 2017

Der Fleischer/Metzgerblog-Moderator zieht Bilanz

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

auch in 2017 zeigte sich die deutsche Fleischer/Metzgerbranche in ihrer Gesamtheit ausgesprochen robust. Wie Herbert Dohrmann als Präsident des DFV in seinen diesjährigen Grüßen zum Jahreswechsel hierzu mitteilt, ist „der Marktanteil des Fleischerhandwerks insgesamt […] stabil“. Hinzu kommt: Auch in 2017 wieder läuft die Konjunktur in Deutschland rund. Medienberichten zufolge fördern volle Auftragsbücher der Industrie und gute Konjunkturprognosen branchen-übergreifend die Investitionsbereitschaft der Betriebe. Und: Eine gute Beschäftigungslage stützt den privaten Konsum. Einen weitestgehend stabilen Fleischkonsum in 2017 bestätigen aktuelle  Statistiken zum Thema Fleisch

So gesehen sind das solide Eckdaten auch für die Fleischer/Metzgerbranche als GANZES. Doch innerhalb der Branche hatte sich auch 2017 jeder EINZELNE Betrieb im konkurrenzpolitischen Umfeld zu bewähren.

Fleischerfachbetriebe mit heißer Theke und gemütlichen Sitzecken, die dem Kunden ermöglichen, seinen Einkauf im Ladenlokal zu genießen, sehen sich durch neue FOOD COURTS in Neubauten von (Großstadt)-EK-Centern einer größer gewordenen Herausforderung gegenüber.

Und es galt und gilt ferner für jeden einzelnen Betrieb, Supermärkten und Discountern zu trotzen, die mit ihren Angeboten durch weite Auslegung des Regionalitätsbegriffs in die klassische Fleischerei-Domäne einzubrechen versuchen, die mit regionaler Fleischherkunft, Provenienzsicherheit und Umweltschoung durch kurze Transportwege das so wichtige Vertrauen generiert und KAUF ENTSCHEIDENDE Emotionen hervorruft.

Es galt für Fleischereien/Metzgereien auch 2017 wieder, diesem zunehmenden Wettbewerbsdruck innovativ zu begegnen. Regionale Produktnamen und individuelle Würzung erhöhten die Wahrnehmung der Handwerksprodukte und vermittelten eine besondere Wertigkeit der Erzeugnisse, die nicht nur die Lokalpatrioten zu schätzen wissen. So konnten vielfach FleischerFachbetriebe Kompetenz für Regional-Produkte generieren und/oder erfolgreich pflegen, die den Regionalbereich einerseits eng genug fassten, um sich deutlich abzugrenzen und andererseits diesen Bereich groß genug wählten, um ein auskömmliches Wirtschaften zu ermöglichen.

  • IdeenPool

Es galt ferner, sich an den sich ändernden Ernährungsgewohnheiten und –Trends zu orientieren; mobile Essenszeiten (Tendenz: Es wird weniger gekocht) fördern den Wunsch nach Fertiggerichten, deren Zubereitung möglichst schnell und einfach geht. Und auch 2017 wieder konnten Sie hier als Fleischer/Metzgermeister unter bestimmten Voraussetzungen diesbezüglich von der Kreativität einzelner Gewürzlieferanten profitieren.

 

Bedeutsam ist auch hier wieder der umfangreiche IdeenPool der Wallufer VAN HEES GmbH. So konnte das international aufgestellte Unternehmen für Gütezusätze und Gewürze, für Convenience-Produkte und Aromen neben technologischer Beratung auch mit anregenden und umsetzbaren Rezeptideen in seinem Informationsmedium „Pfiff „(Ausgabe Nr. 61 und Ausgabe Nr. 62)  überzeugen. Zudem versteht es das Unternehmen, die einfache Verarbeitung seiner Produkte in Anwendungs-Videos  anschaulich darzustellen.

 

  • Internet

Das Internet hat gleichmacherische Bedeutung, und die wachsende Bereitschaft nicht nur der jüngeren Generation, sich auch bei Lebensmitteln online zu informieren, zu kaufen und sich beliefern zu lassen erhöht den überörtlichen Konkurrenzdruck. Zudem kommt ein Haus wie Amazon Fresh durch die zunehmende Dichte seines Netzes an Logistikzentren dem Endverbraucher immer näher. Doch auch hier weiß sich die Fleischer/Metzgerbranche zu positionieren. Denn so manch eine Fleischerei/Metzgerei profiliert sich durch Produkt- und Service-Innovationen bis hin zu logistischen Maßnahmen. So ist in 2017 die Zahl der FleischerFachgeschäfte mit Webshop signifikant, die ihre nahe und ferne Kundschaft mit hauseigenem Lieferservice bis vor die Haustür oder per Paketdienste bedienen.

  • Fachmessen

Die Hamburger INTERNORGA mit der integrierten FH NORD und die Stuttgarter SÜFFA  konnten auch in 2017 ihren Ruf als Leitmesse bestätigen und lieferten der Fleischer/Metzgerbranche wertvolle Anregungen und bedeutsame Impulse. Lesen Sie hierzu die Fleischer/Metzgerblog-Beiträge: INTERNORGA MIT HERVORRAGENDEM ERGEBNIS und Aufbruchstimmung im Fleischerhandwerk

  • Marketing

Laufende, bundesweite Kontakte zu Fachbetrieben der Branche haben mir auch in 2017 bestätigt: Die Zahl der FleischerFachbetriebe wächst, deren Kreativität sich nicht nur auf den Produkt-Sektor beschränkt. Vielmehr versteht es so manch ein Fleischer/Metzgermeister, die Klaviatur modernen Marketings zu bedienen, um per laufend aktualisierte smartphone-adaptive Website, Newsletter, Content Marketing, Befeuerung der Mund-zu-Mund-Propaganda und Einbeziehung Sozialer Medien den Vorteil aus der Nutzung seines Produkt- und Dienstleistungsangebots zu kommunizieren.

  • Grußwort

Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2018 Gesundheit, Begeisterung für Ihr so wichtiges Schaffen, strategischen Weitblick und das notwendige Quäntchen Glück.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs „Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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