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Kreativität, Wertigkeit und Anreize in eventarmen Monaten

Montag, Januar 8th, 2018

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

es geht nicht ohne Emotionen! Und auch Sie werden es deutlich gespürt haben, wie im Monat Dezember nicht nur die Kundenfrequenz in Ihrem Ladengeschäft beträchtlich zunahm, sondern wie auch die Stimmung unter Ihren Kunden von einer ganz bestimmten Erwartungshaltung geprägt war. Denn zu bestimmten Anlässen oder bedeutsamen Ereignissen, so die Grundhaltung des Verbrauchers, gönnt man sich und seiner Familie etwas Besonderes. Qualität wird verstärkt nachgefragt, und folglich steht das Geschäftsmodell als Anlaufstelle im Focus, das sich seit jeher gegenüber beratungsarmen Supermärkten und preisaggressiven Discountern durch seinen Anspruch auf Qualitätsführerschaft definiert:

Das FleischerFachGeschäft

Das Besondere daran: Sie als Fleischer/Metzgermeister haben im Monat Dezember von Kauf entscheidenden Emotionen profitiert, die extern (also ohne Ihr Zutun) geschürt worden sind. Je besser Ihr Angebot und Ihre Dienstleistung der generellen Erwartungshaltung entsprach, umso erfolgreicher müssten Sie gewesen sein. So weit, so gut.

Jetzt jedoch, in den eventarmen Monaten Januar und Februar (vom Valentinstag einmal abgesehen), ist es überwiegend an Ihnen, den emotionalen (und damit Kauf entscheidenden) Nutzen aus der Verwendung Ihres Angebots selber zu formulieren und natürlich auch entsprechend zu kommunizieren.

Sicherlich werden auch Sie die ein wenig ruhigere Zeit dazu nutzen, die unter Dauerbelastung sichtbar gewordenen technischen Schwachstellen Ihres Betriebes zu beheben, bevor ein entscheidender BreakDown auftritt. Und sicherlich lassen Sie sich auch eine besondere Form der Danksagung an die Lebensgefährtin und das zuverlässige Team einfallen. Von entscheidendem Einfluss auf die Umsatzentwicklung in den Monaten Januar und Februar ist jedoch, inwieweit es Ihnen gelingt, die Erwartungshaltung Ihrer Kunden hoch zu halten, indem Sie neue Wünsche wecken. Hier ist natürlich zunächst einmal fleischerhandwerkliche Kreativität gefragt, die aber sicherlich auch bei Ihnen hoch ist. Sodann gilt es, Ihre Kreativität durch deutlich wahrnehmbare Präsenz der entsprechenden Produkte in Ihrer Theke zu demonstrieren und zusätzlich im persönlichen Kundengespräch via Bedientheke zu vermitteln. Zumdem könnten Sie Ihr neues Januar/Februar-Angebot in seiner Wertigkeit steigern, indem Sie es mengenmäßig begrenzen („Nur solange der Vorrat reicht“) oder zeitlich in seiner Verfügbarkeit limitieren („Unser (Sonder)-Angebot gilt nur bis zum Ende des Monats“). Durch diese und ähnliche Aussagen schaffen Sie den Emotionen steigernden Anreiz für den Kunden, sich möglichst hier und jetzt zum Kauf zu entschließen.

Vielleicht ist es Ihnen nicht bewusst, aber auch das konkurrierende, sich vornehmlich über den Preis definierende Geschäftsmodell „Discounter“ ist hochemotional. Denn hier ist der Kunde motiviert,  entweder

a) zu einem selbst gesetzten Preislimit möglichst viel (für Ihn Notwendiges) einzukaufen

oder

b) die von ihm benötigte Anzahl von (Grund)-Produkten so preisgünstig wie möglich zu erwerben.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs „Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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Emotionen, Anreize und Mehrwert-Konzepte

Dienstag, Juni 6th, 2017

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister, wir alle kennen das nicht nur in der Sommerzeit zur Genüge: die stationären Einzelhandelsgeschäfte in den (Innen)-Städten konkurrieren mit Rabatt-Aktionen. Da sich dieses Szenario in schöner Regelmäßigkeit alljährlich um dieselbe Zeit wiederholt, liegt die Vermutung nahe, die betreffenden Betriebsinhaber würden mit diesen Aktionen mehr als nur Aufmerksamkeit generieren. (mehr …)