Archive for the ‘Responsive Design’ Category

Silvester 2017 – ein Jahresrückblick

Sonntag, Dezember 31st, 2017

Der Fleischer/Metzgerblog-Moderator zieht Bilanz

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

auch in 2017 zeigte sich die deutsche Fleischer/Metzgerbranche in ihrer Gesamtheit ausgesprochen robust. Wie Herbert Dohrmann als Präsident des DFV in seinen diesjährigen Grüßen zum Jahreswechsel hierzu mitteilt, ist „der Marktanteil des Fleischerhandwerks insgesamt […] stabil“. Hinzu kommt: Auch in 2017 wieder läuft die Konjunktur in Deutschland rund. Medienberichten zufolge fördern volle Auftragsbücher der Industrie und gute Konjunkturprognosen branchen-übergreifend die Investitionsbereitschaft der Betriebe. Und: Eine gute Beschäftigungslage stützt den privaten Konsum. Einen weitestgehend stabilen Fleischkonsum in 2017 bestätigen aktuelle  Statistiken zum Thema Fleisch

So gesehen sind das solide Eckdaten auch für die Fleischer/Metzgerbranche als GANZES. Doch innerhalb der Branche hatte sich auch 2017 jeder EINZELNE Betrieb im konkurrenzpolitischen Umfeld zu bewähren.

Fleischerfachbetriebe mit heißer Theke und gemütlichen Sitzecken, die dem Kunden ermöglichen, seinen Einkauf im Ladenlokal zu genießen, sehen sich durch neue FOOD COURTS in Neubauten von (Großstadt)-EK-Centern einer größer gewordenen Herausforderung gegenüber.

Und es galt und gilt ferner für jeden einzelnen Betrieb, Supermärkten und Discountern zu trotzen, die mit ihren Angeboten durch weite Auslegung des Regionalitätsbegriffs in die klassische Fleischerei-Domäne einzubrechen versuchen, die mit regionaler Fleischherkunft, Provenienzsicherheit und Umweltschoung durch kurze Transportwege das so wichtige Vertrauen generiert und KAUF ENTSCHEIDENDE Emotionen hervorruft.

Es galt für Fleischereien/Metzgereien auch 2017 wieder, diesem zunehmenden Wettbewerbsdruck innovativ zu begegnen. Regionale Produktnamen und individuelle Würzung erhöhten die Wahrnehmung der Handwerksprodukte und vermittelten eine besondere Wertigkeit der Erzeugnisse, die nicht nur die Lokalpatrioten zu schätzen wissen. So konnten vielfach FleischerFachbetriebe Kompetenz für Regional-Produkte generieren und/oder erfolgreich pflegen, die den Regionalbereich einerseits eng genug fassten, um sich deutlich abzugrenzen und andererseits diesen Bereich groß genug wählten, um ein auskömmliches Wirtschaften zu ermöglichen.

  • IdeenPool

Es galt ferner, sich an den sich ändernden Ernährungsgewohnheiten und –Trends zu orientieren; mobile Essenszeiten (Tendenz: Es wird weniger gekocht) fördern den Wunsch nach Fertiggerichten, deren Zubereitung möglichst schnell und einfach geht. Und auch 2017 wieder konnten Sie hier als Fleischer/Metzgermeister unter bestimmten Voraussetzungen diesbezüglich von der Kreativität einzelner Gewürzlieferanten profitieren.

 

Bedeutsam ist auch hier wieder der umfangreiche IdeenPool der Wallufer VAN HEES GmbH. So konnte das international aufgestellte Unternehmen für Gütezusätze und Gewürze, für Convenience-Produkte und Aromen neben technologischer Beratung auch mit anregenden und umsetzbaren Rezeptideen in seinem Informationsmedium „Pfiff „(Ausgabe Nr. 61 und Ausgabe Nr. 62)  überzeugen. Zudem versteht es das Unternehmen, die einfache Verarbeitung seiner Produkte in Anwendungs-Videos  anschaulich darzustellen.

 

  • Internet

Das Internet hat gleichmacherische Bedeutung, und die wachsende Bereitschaft nicht nur der jüngeren Generation, sich auch bei Lebensmitteln online zu informieren, zu kaufen und sich beliefern zu lassen erhöht den überörtlichen Konkurrenzdruck. Zudem kommt ein Haus wie Amazon Fresh durch die zunehmende Dichte seines Netzes an Logistikzentren dem Endverbraucher immer näher. Doch auch hier weiß sich die Fleischer/Metzgerbranche zu positionieren. Denn so manch eine Fleischerei/Metzgerei profiliert sich durch Produkt- und Service-Innovationen bis hin zu logistischen Maßnahmen. So ist in 2017 die Zahl der FleischerFachgeschäfte mit Webshop signifikant, die ihre nahe und ferne Kundschaft mit hauseigenem Lieferservice bis vor die Haustür oder per Paketdienste bedienen.

  • Fachmessen

Die Hamburger INTERNORGA mit der integrierten FH NORD und die Stuttgarter SÜFFA  konnten auch in 2017 ihren Ruf als Leitmesse bestätigen und lieferten der Fleischer/Metzgerbranche wertvolle Anregungen und bedeutsame Impulse. Lesen Sie hierzu die Fleischer/Metzgerblog-Beiträge: INTERNORGA MIT HERVORRAGENDEM ERGEBNIS und Aufbruchstimmung im Fleischerhandwerk

  • Marketing

Laufende, bundesweite Kontakte zu Fachbetrieben der Branche haben mir auch in 2017 bestätigt: Die Zahl der FleischerFachbetriebe wächst, deren Kreativität sich nicht nur auf den Produkt-Sektor beschränkt. Vielmehr versteht es so manch ein Fleischer/Metzgermeister, die Klaviatur modernen Marketings zu bedienen, um per laufend aktualisierte smartphone-adaptive Website, Newsletter, Content Marketing, Befeuerung der Mund-zu-Mund-Propaganda und Einbeziehung Sozialer Medien den Vorteil aus der Nutzung seines Produkt- und Dienstleistungsangebots zu kommunizieren.

  • Grußwort

Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2018 Gesundheit, Begeisterung für Ihr so wichtiges Schaffen, strategischen Weitblick und das notwendige Quäntchen Glück.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs „Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
Zurück zur Startseite

Die Kundensichtweise

Mittwoch, September 13th, 2017

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
Sie sind heute das, was Sie sind, weil Sie in bedeutenden Momenten Ihres Geschäftslebens Unternehmerentscheidungen getroffen haben, die die richtigen Prioritäten gesetzt haben. Je kapitalintensiver hierbei Ihre (Investitions)-Entscheidungen waren und je unsicherer hierbei die Erwartungen bezüglich der künftigen (Absatz)-Marktentwicklungen waren, umso größer war (und ist) das unternehmerische Risiko. Da Sie als Mittelständler allenfalls einen eng begrenzten Etat für Marktforschung haben, war und ist Ihr Erfolg neben Ihrer fleischerhandwerklichen Kreativität davon abhängig, wie gut Sie das (weitestgehend kostenlose) Feed Back Ihrer Kunden zu nutzen verstehen, um letztlich Ihr Unternehmensziel (z. B. „Die regionale oder lokale Nummer eins“ oder „Die Nummer eins in Qualität und Auswahl“) zu bleiben oder zu werden. Je besser Sie in der Lage sind, die künftigen Kundenwünsche zu antizipieren oder gar selber neue Kundenwünsche zu generieren und mit dem eigenen Angebot dann natürlich auch zu erfüllen, umso eher kommen Sie Ihrem selbst gesteckten Unternehmensziel näher. Gelingt es Ihnen gar, eine Angebots-Nische als Erster kompetent zu besetzen, haben Sie bei der entsprechenden Kundengruppe gegenüber dem früher oder später nachrückenden Wettbewerb einen entscheidenden zeitlichen Vorsprung, den es als Wettbewerbsvorsprung auszubauen oder zu bewahren gilt. Denn: Ihr ORIGINAL genießt in der Wahrnehmung durch den Kunden bis auf weiteres eine ganz besondere Wertigkeit; und zwar auch dann, wenn es dem Wettbewerb gelingen sollte, Sie nach einer Weile kreativ zu imitieren.

Und: Gegen Sie dem Zufall eine Chance! Stellen Sie sich VOR Ihr Ladengeschäft, stellen Sie sich VOR Ihre Theke, oder lassen Sie einen guten Bekannten in Ihrem Webshop etwas bestellen.
Und versuchen Sie dann die Frage zu beantworten oder beantworten zu lassen: Wie wird mein Ladengeschäft von meinen Kunden wahrgenommen? Welches ist meine Kern-Aussage oder welches ist der herausragende Nutzen, den ich meinen Kunden stiften kann? Mit welcher Erwartung, mit welchem (Vor)-Urteil betritt der Kunde mein Ladengeschäft? Ist meine Website aussagefähig genug und aufgrund laufender (wöchentlicher oder vierzehntägiger) Aktualisierung inspirierend genug, um den Kunden bei seiner heutzutage üblichen Internet-Recherche zu veranlassen, meine Fleischerei/Metzgerei als Anlaufstelle des Tages auszuwählen?

Sodann: Wie übersichtlich ist mein Webshop wirklich? Wie schnell hat sich mein Bekannter in meinem Webshop zurecht gefunden? Mit wie vielen Klicks konnte er seine Bestellung aufgeben? Kann ich es verantworten, angesichts der großen Zahl von Smartphone Usern meine Website immer noch in der konservativen Form einer Desktop-Website zu führen oder sollte ich nicht besser auf die moderne Website mit Responsive Design umrüsten lassen – so wie es verwandte Branchen schon verstärkt praktizieren?
Und: je mehr Sie nach der Methode „Versuch und Irrtum“ in kleinen, risikoarmen Schritten – zunächst zeitlich befristet- ausprobieren, umso eher geben Sie dem Zufall eine Chance. Zwar sehen wir (und da sind Sie und ich uns einig) unseren Erfolg u. a. als Ergebnis von intensiver Arbeit, Kreativität und richtigen Unternehmerentscheidungen. Und schon Friedrich Nietzsche ( 1844 – 1900) sagte: „Kein Sieger glaubt an den Zufall!“ – Fest steht jedoch: Nicht nur in der Medizin sind entscheidende Durchbrüche erfolgt, weil man zufällig etwas beobachten konnte, was man ursprünglich gar nicht einmal bewusst gesucht hatte, was sich aber als überraschende, wertvolle Entdeckung herausstellte. D. h. Je mehr Ihre Unternehmer-Entscheidungen, je mehr Ihre Strategie von Zufall oder Glück begünstigt wird, umso eher könnten Sie einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung generieren oder gar eine ganz neue (Produkt)-Kategorie dominant besetzen. Bleiben Sie deshalb kundenwunsch-orientiert innovativ und ziehen Sie aus Überraschendem die richtigen Schlüsse.
Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs „Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
Zurück zur Startseite