Archive for the ‘Allgemein’ Category

Das 30. Handelsforum 2018 in der Stadthalle Bielefeld

Donnerstag, April 12th, 2018

„DER KUNDE … zwischen Bedarf und Emotion – Spannungsfeld für den Handel“ 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

auch dieses Jahr wieder ist das Auditorium im Kleinen Saal der Bielefelder Stadthalle beim „Wirtschaftsforum für Handel und Dienstleistung Ostwestfalen-Lippe“ (Projektleitung: Susanne Kubisch) in gespannter Erwartung. Verspricht doch die gewählte Thematik beim 30. „Handelsforum“ (so die Kurzform des alljährlichen Events) Antworten auf aktuelle Fragen zu Kundenbegeisterung, Kundenbindung und (Omnichannel)-Marketing.

Der Handelsverband Ostwestfalen-Lippe e. V. (Hauptgeschäftsführer: Thomas Kunz) hat auch dieses Jahr wieder bei der sorgfältigen Auswahl der Referentinnen und Referenten  den offenkundig bewährten Mix aus Theoretikern und Praktikern gewählt. Denn die Betrachtung der Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven soll die entscheidenden Erkenntnisse bringen.

Und dann ist es soweit:

Nach einer Begrüßung der Teilnehmer und Gäste sowie einem Dank an die Sponsoren sensibilisiert Ferdinand Klingenthal (Vorstand Handelsverband Ostwestfalen-Lippe e. V.) das Auditorium, indem er  feststellt:

  • Wir erleben im Einzelhandel durch die Digitalisierung historische Verschiebungen: Kunde und Verkäufer müssen sich nicht mehr persönlich begegnen.
  • Jeder Einzelhändler muss für sich persönlich entscheiden, wo und wie er den Kunden ‚abholt‘.
  • Jeder Laden-Einzelhandel ist inzwischen ein bedeutsamer Teil der Freizeitgestaltung unserer Gesellschaft.

Es ist sodann auch dieses Jahr wieder Corinna Lampadius (TV-Moderatorin und Journalistin, Hamburg) vorbehalten, die erste Referentin vorzustellen:

Mailin Schmelter, Senior Produktmanagerin, IFH Köln

referiert zum Thema

„Vom Bedarf zum Erlebnis – Chancen für den Handel“

Amazon“, so die erste These der Referentin, „will weltweit jedes Produkt online verfügbar machen.“ Amazon dominiere den Online-Handel – und zwar schon in der Informationsphase. Schon jetzt habe sich Amazon als Produkt-Suchmaschine etabliert. Und sie schließt die Frage an: Was kann der Einzelhandel hier tun?

Hierzu differenziert die Referentin drei (Teil)-Zielgruppen

  • Der traditionelle Einzelhandelskäufer, der vor Ort Beratung wünscht
  • Der selektive Online-Shopper, der die Kanäle nach seinem jeweiligen Bedarf wechselt und übers Jahr gesehen an Bedeutung zugenommen habe.
  • Der begeisterte Online-Shopper, der primär online kauft, um Zeit zu sparen.

Unterscheide man zudem die Käufertypen nach Altersklassen und richte das Augenmerk auf die jüngere Generation, dann sei der Smart Consumer (jünger als 35 Jahre, shoppt vorwiegend übers Smartphone) von Bedeutung. Und auch in der Gruppe der Smart Consumer sei der selektive  Online-Shopper dominant!   Der Smart Consumer informiere sich vorab online, und kaufe auch – bestens informiert – im Ladengeschäft.

Nachstehend die Empfehlung der Referentin:

Unter Beachtung der Zielsetzung des Einzelhandels „Kunden gewinnen, Kunden binden“ sieht sie den Erfolgshebel darin, Convenience (Geschwindigkeit (wie schnell findet der Kunde etwas im Ladengeschäft oder im Shop), Auswahl, Verfügbarkeit) mit Erlebnis (positive Emotionen wecken, Beratung, Freundlichkeit) zu verknüpfen.

——-

Soweit der heutige Beitrag.

Die Würdigung weiterer Referate ist einem separaten Beitrag vorbehalten

Es grüßt Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
Zurück zur Startseite

Auch jener Beitrag könnte Sie interessieren:

Vorbericht zum Handelsforum 2018: „DER KUNDE … zwischen Bedarf und Emotion – Spannungsfeld für den Handel“

Herausforderungen in interessanten Zeiten

Donnerstag, April 5th, 2018

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

erfolgreiche Betriebe verändern sich, erfolgreiche Betriebe sind innovativ. Gute Gelegenheiten, in risiko-armen kleinen Schritten Neues zu wagen, sind hierbei stets extern geschürte Ereignisse wie (Schul)-Ferienbeginn, christliche Feste und/oder Heimat- oder Volksfeste. Und so war es auch dieses Jahr wieder die Osterzeit, die Ihnen ermöglicht hat, nicht nur Ihr Standard-Sortiment und Ihre (Saison)-Klassiker zu pflegen, sondern die extern geschürten Emotionen zu nutzen, um Ihre fleischerhandwerkliche Kreativität trendgerecht  in neue Produkte oder Produkt-Varietäten Ihrer Bestläufer einfließen zu lassen. Und sicherlich ist es Ihnen auch gelungen, für die eine oder andere Kreation einen starken Produktnamen zu finden, der das jeweilige Erzeugnis gegenüber dem Wettbewerb abgrenzt. Je zeitlich enger Sie hierbei den Osterbezug gewählt haben, umso mehr haben Sie die Verfügbarkeit des Artikels eingegrenzt und ihn folglich in seiner Wertigkeit gesteigert. Mehr noch: Ihre Kundschaft fühlt sich von Ihnen besonders respektiert, was Sie problemlos am Feed Back via Bedientheke herausgefunden haben. Hinzu kommt: Auch dieses Jahr wieder haben Sie nicht nur eine generell erhöhte Kundenfrequenz im Ladengeschäft feststellen können, sondern auch so manch ein Gelegenheitskäufer oder Schnäppchenjäger hat den Weg zu Ihnen gefunden.

Natürlich konstatieren Sie den erfreulichen Umsatzzuwachs. Und sicherlich werden Sie auch analysieren, wie viel davon auf Ihr Ladengeschäft und einen eventuellen Webshop entfallen. Entscheidend ist jedoch, wie Sie die zusätzlich gewonnenen Erkenntnisse auswerten und nutzen.

  1. Sollten sie mit einem der neuen Produkte oder –Varietäten ins Schwarze getroffen haben, könnten Sie das betreffende Produkt auf generelle Akzeptanz im Anschluss an die Osterzeit testen und gegebenenfalls dauerhaft ins Sortiment aufnehmen. (Falls Sie Ihr Sortiment allerdings nicht vergrößern möchten, ist es vielleicht angezeigt, Platz zu schaffen, indem Sie einen schwach laufenden Artikel in Schumpeters Sinne der „Schöpferischen Zerstörung“  durch den neuen Artikel ersetzen.)
  2. Wenig nachgefragte (Oster)-Kreationen nehmen Sie ohnehin problemlos wieder aus dem Sortiment, „da es sich ja nur um eine zeitlich begrenzte Aktion gehandelt hat“.

3) Als Mann der Praxis und regelmäßiger Fleischer/Metzgerblog-Leser wissen Sie um die Bedeutung einer kapazitativen Reserve für Mensch und Maschine. (Vergleichen Sie hierzu bitte den Fleischer/Metzgerblog-Beitrag „95% – Die Vorteilhaftigkeit einer Kapazitätsreserve“.) Und in eventarmen Zeiten können Sie Ihren Betrieb auch entsprechend steuern. Immer dann jedoch, wenn ein Ereignis wie jüngst Ostern Team und Maschinen besonders fordert und Sie Ihren Betrieb über mehrere Tage oder gar Wochen unter Volllast fahren, könnten Schwachstellen sichtbar geworden sein, die es jetzt in ruhigeren Zeiten zu beseitigen gilt – bevor es zu einem größeren Break Down kommt.

Denn der nächste Belastungstest mit der anlaufenden Grillsaison könnte Ihnen bereits bevorstehen.

Es grüßt Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
Impressum/Kontakt
Zurück zur Startseite