Regenerationsphase und Kreativpotenzial

Sehr geehrter Herr Fleicher/Metzgermeister, trotz weitestgehend stabiler Konjunktur hatten sicherlich auch Sie in Ihrem Fleischer-Fachgeschäft in 2018 monatliche Umsatzschwankungen zu konstatieren, die weitestgehend EXTERNE Ursachen hatten. Wetterkapriolen in Form eines ungewöhnlich heißen und zudem trockenen Sommers stellten hohe Anforderungen an Mensch (Produktions- und Verkaufs-Team) und Maschine (Kühl-Aggregate). Und die in der Advents- und Weihnachtszeit geschürten, verkaufsfördernden  Emotionen haben wahrscheinlich auch bei Ihnen den Monat Dezember zu einem der umsatzstärksten Monate des Jahres gemacht.

Gemessen am Dezember-Umsatz ist die merkliche Kaufzurückhaltung des Verbrauchers im Monat Januar 2019 für Sie zwar deutlich, sie kommt allerdings nicht unerwartet, da sie sich alljährlich um die gleiche Zeit wiederholt und von Ihnen als Regenerationsphase genutzt werden kann. Denn offenbar müssen nicht nur Sie, Ihre Familie und Ihr Team sondern auch Ihre Kundschaft mal wieder so richtig durchatmen. Hinzu kommt: Abgesehen vom Valentinstag und der allerdings regional begrenzten „Fünften Jahreszeit“ mit Fastnacht, Zapust, Fasching und Karneval sind in 2019 auch die Monate Februar und März relativ eventarm, da sie naturgemäß für Open-Air-Salons und Straßenfeste nur bedingt geeignet sind.

Natürlich haben Sie rechtzeitig Maßnahmen ergriffen und Absprachen getroffen, um Auswirkungen der Kaufzurückhaltung auf die Beschäftigung weitestgehend abzufedern.   Und auch gegenüber den alljährlich um diese Zeit hereinflatternden Steuerbescheiden zeigen Sie eine bemerkenswert große Frustrations-Toleranz. Es entspricht jedoch nicht Ihrer Mentalität und Ihrer fleischerhandwerklichen Kreativität, auf saisonale Umsatzeinbrüche mit Maßnahmen zur Kostenreduktion zu reagieren.

Vielmehr gehen Sie nach vergleichenden BWA-Analysen der entsprechenden Monate des Vorjahres in die Offensive, testen nach der Ihnen bekannten „Versuch-und-Irrtum-Methode“ (Trial-and-Error-Methode)  neue Kreationen und finden zudem jetzt genügend Zeit,  hierzu das nötige FEED BACK Ihrer Kunden einzuholen. Sie beachten Trends und Gegen-Trends und beobachten den Wettbewerb im Web. Die Folge: Ihre Innovationslust wird wieder geweckt und die Aussicht auf die kommende Grillsaison setzt Evolutions-Energie frei, sich rechtzeitig zu positionieren. Und natürlich könnten und sollten Sie zur Steigerung Ihres Kreativpotenzials auch Empfehlungen Ihrer (Gewürz)-Lieferanten nutzen.

Es grüßt Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzgerbranche
Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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P. S. Der Beitrag ist auch gelistet unter: „Erfolgs-Konzepte für Fleischer-Fachgeschäfte

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