Ernährungs-Tendenzen und Verzehr-Trends, Kundenwunsch-Wandel und örtliche Infrastruktur

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
als regelmäßiger Leser der Beiträge im deutschen Fleischer/Metzgerblog werden auch Sie sicherlich die eine oder andere Anregung zur Konkurrenzbeobachtung aufgegriffen haben. Ihre Besuche vor Ort oder Analyse der jeweiligen Konkurrenz-Website ermöglichen Ihnen eine erste Aussage darüber, inwieweit der betreffende Betrieb ein deutlich wahrnehmbarer Profil besitzt und/oder inwieweit er sich gar von der regionalen oder lokalen „Konkurrenz auf Augenhöhe“ unterscheidet.

Des weiteren könnten folgende Fragen aufschlusssreiche Antworten nach sich ziehen:

Was ist die Grundaussage der Fachfleischerei meines Konkurrenten?
Welche Nutzenstiftung verspricht sein Angebot der Kundschaft?
Hat er gegebenenfalls ein deutlich sichtbares Alleinstellungsmerkmal?
Bedient Ihr regionaler „Konkurrent auf Augenhöhe“ den laufenden Wünschewandel besser oder wesentlich anders als Sie?
Geht er mit dem Mainstream oder ganz bewusst dagegen?

Ferner: Wie viele Ihrer regionalen Wettbewerber auf Augenhöhe sind bereits ähnlich aufgestellt?

Falls Sie hier ein gewisses Maß an Übereinstimmung unter Ihren regionalen Kollegenbetrieben erkennen: Lässt sich daraus eine Tendenz oder gar ein deutlich wahrnehmbarer Trend erkennen, den Sie auf keinen Fall verpassen sollten?

Des weiteren: Wie hat sich die Infrastruktur Ihres Ortes oder Ihres (Groß)-Stadtteils in den letzten Jahren verändert oder entwickelt?

Wie stabil ist die mittelständisch geprägte Struktur?
Könnte eine neue Supermarkt- oder Discounter-Niederlassung in der Nähe einer Fachfleischerei Fluch oder Segen für den handwerklich ausgerichteten Betrieb sein?
Wie sollten Sie in einem solchen Fall reagieren?

Für entsprechende Beobachtungen und Analysen werden Sie persönlich nicht immer die Zeit und Gelegenheit haben, erfordert doch die handwerkliche Herstellung Ihre Präsenz und Ihren persönlichen Einsatz in der Produktion. Deshalb könnte es Sie interessieren, weiterhin von intensiven Beobachtungen und Rückschlüssen zu profitieren, die ich derzeit während meines alljährlichen Herbstaufenthaltes auf Sylt sammle.

Warum Sylt?
Abgesehen von einer persönlichen Vorliebe für DIE INSEL bietet Sylt auf einer Nord-Süd-Länge von ca. 40 Kilometern und einer durchnittlichen Breite von ca. einem Kilometer „Übersicht auf kleinem Raum“. Laufend wechselnde Touristenströme aus ganz Deutschland hinterlassen bei Hotellerie und Gastronomie, bei kulinarischen Direktvermarktern sowie im Einzelhandel einen deutlich sichtbaren Fussabdruck aktueller Kundenwünsche.
Ein Dorado für kreative Köpfe, die Ernährungs-Tendenzen und Verzehr-Trends aufgreifen und innovativ bedienen!
Mein diesjähriger Aufenthalt auf der Nordseeinsel geht in Kürze zu Ende. Noch im Oktober 2018, so ist die Planung, werde ich hier im deutschen Fleischer/Metzgerblog meine aktuellen Eindrücke vorstellen.

Es grüßt Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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