Das 30. Handelsforum 2018 in der Stadthalle Bielefeld

„DER KUNDE .. zwischen Bedarf und Emotion – Spannungsfeld für den Handel“Teil zwei

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

dieser Beitrag folgt unmittelbar dem ersten Teil des Beitrags Das 30. Handelsforum 2018 in der Stadthalle Bielefeld

 

Volker Kalschinsky, Kreativdirektor, dan pearlman, Berlin referiert zum Thema „Erfolgsformel für den Handel: Mehr Erlebnis, bitte!“

„Jede gesellschaftliche Veränderung“, so der Referent, „ist zuallererst im Handel spürbar.“ Darauf müsse der Handel reagieren. So könnten Verschiebungen in der Besucher-Frequenz eines Stadtteils, die Mobilphone-Evolution, der Kundenwunsch nach regionalen Produkten oder mehr Convenience eine Herausforderung für den Händler darstellen. Und der Referent ist überzeugt: „Alles, was man digitalisieren kann, wird auch digitalisiert und über das Smartphone bestellbar.“

Heike Scholz, Co-Founder ZUKUNFT DES EINKAUFENS, Hamburg widmet sich dem Thema „New Retaility – wie die Digitalisierung den POS verändert“

Der eCommerce, so die Referentin, durchliefe zur Zeit zwar eine Konsolidierungsphase, und der Zuwachs bei Online-Shops verlangsame sich. Der Smartphone-Nutzer sei jedoch durchschnittlich 160 Minuten pro Tag online. Und dieser „homo digitalis“  beschleunige die Beziehungen zwischen Einzelhandel und Kunde. Denn der „homo digitalis“ sei vernetzt und always-on; er kommuniziere in Echtzeit und unmittelbar. Sein Lifestyle sei digital, dynamisch und mobil. Als digitaler Nomade erwarte er neben materiellen Angeboten auch Erlebnis. Und beim Topic Erlebnis, so die Referentin, seien auch die Städte gefordert. Je größer eine Stadt sei, umso mehr Erlebnisse erwarteten die Menschen beim Shoppen, die der Handel alleine nicht bieten könne. Jede Stadt brauche ein gemeinsames Content Management von Stadt, Handel, Kultur, Banken, Gastronomie und Tourismus. Hierbei habe der Handel die Aufgabe, online wie offline auffindbar zu sein. Zutrittshürden für den Kunden seien zu minimieren oder abzuschaffen, freies W-Lan sei sinnvoll und zweckmäßig.

 

Dr. Henning Beck, Neurowissenschaftler und Autor, Frankfurt ist der Referent zum Thema „Biologie des Geistesblitzes“

Im Unterschied zu einem Informationen Schritt für Schritt verarbeitenden Computer, so der Referent, habe das Gehirn Möglichkeiten, Muster zu bilden. Der Mensch denke in Konzepten. Der Handel solle diese Eigenschaft nutzen, um die Idee hinter dem Produkt deutlich machen. So gälte es, den Raum als Teil der Produktgeschichte  zu nutzen. Gelänge es z. B. einem Fahrradhändler, nicht nur seine Fahrräder zu präsentieren, sondern ein Fahrgefühl zu vermitteln, dann werde sich ein Interessent an das Ladengeschäft erinnern. So wäre es einem Automobil-Produzenten der Oberklasse gelungen, eins seiner Top-Modelle vor den Säulen eines griechischen Tempels zu platzieren und dem Interessenten so „die Zugehörigkeit zu einer Elite“ zu verdeutlichen. Ob sich ein Produkt letztlich durchsetze, hinge davon ab, „ob das Konzept zum Kunden passt“.

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Soweit der heutige Beitrag – Teil zwei

Die Praktiker-Beiträge werden im Teil drei vorgestellt.

Es grüßt Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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