Die Flexitarier

Eine bedeutsame Kundengruppe in Ihrer Fachfleischerei

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

die mit der Osterzeit verbundenen Emotionen werden Ihnen auch dieses Jahr wieder ermöglichen, via Bedientheke ein aufschlussreiches Feed Back Ihrer Kunden zu Ihren ersten Saison-Produkten des Jahres 2018 zu erhalten. So werden Sie auch dieses Jahr wieder – saisonkonform – unter Beachtung der Mega-Trends Convenience und Regionalität einige Ihrer Bestläufer  

gestreckt haben. Und sicherlich werden Sie in Kürze überprüfen, welche der neuen Produkt-Varietäten auf Akzeptanz gestoßen sind oder gar stark genug sind, um  die eine oder andere Ihrer bisherigen Produkt-Varietäten zu kannibalisieren. So weit, so gut. Beide Trends jedoch werden seit geraumer Zeit begleitet oder gar überlagert durch den Trend zu vegetarischem oder veganem Essen, der sich auch in Deutschland zu einem veritablen Mega-Trend herausgebildet hat. So umschließt z. B. beim Webauftritt der Rügenwalder Mühle die fotogestützte Unterseite „Rezepte“ bereits wesentlich mehr bebilderte „vegetarische Rezepte“ als bebilderte „Rezepte mit Fleisch“.Nun werden Sie allerdings den Puristen unter den Vegetariern oder Veganern mit ihrem traditionellen Fleisch- und Wurstsortiment nicht erreichen. Es gibt jedoch sehr wahrscheinlich auch bei Ihnen die Kundengruppe der Flexitarier, die vegetarische oder vegane Kost lieben, aber auf Fleisch- und Wurstkonsum nicht ganz verzichten wollen. Allerdings wird sich ein Flexitarier in Ihrem Ladengeschäft nicht zwangsläufig als solcher outen. Er ist jedoch für Sie die ideale Kontaktperson, um seine Reaktion auf die Streckung eines Ihrer Bestläufer in Richtung „fleischähnliche Produkte“ zu testen; denn der Flexitarier gilt als audio-visueller Impulskäufer. Der Flexitarier bietet zudem für die künftige Entwicklung Ihres Betriebes ein großes Potenzial. Denn durch eine angemessene Erweiterung Ihres Fleisch- und Wurst-Sortiments um vegetarische oder vegane Kost könnten Sie nicht nur dem erwähnten Mega-Trend folgen, sondern vollinhaltlich dem Wünschespektrum des Flexitariers entsprechen  und so einen bisherigen Gelegenheitskunden gar zu einem Stammkunden machen. Aber auch hier wäre ist sinnvoll, getreu der Ihnen bekannten „Versuch- und Irrtum-Methode“, das Feed Back Ihrer Kunden beachtend, in risiko-armen kleinen Schritten vorzugehen, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu korrigieren oder gar zu stoppen. Je größer allerdings der Anteil jüngerer Kunden in Ihrem Ladengeschäft ist, umso wahrscheinlicher wird die Akzeptanz dieser neuen Zielsetzung sein.

Es grüßt Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
Impressum/Kontakt
Zurück zur Startseite

Auch nachstehende Beiträge könnten Sie interessieren

Die Bedeutung von Trends

Der reduktionswillige Fleischesser

Innovativ im Megatrend „Fleischähnliche Produkte“

Tags: , , , , , , , , , , , ,

Comments are closed.