Regionale Nähe und ihre Vermittlung

Der Regio-Begriff in der Lebensmittelbranche

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

sicherlich machen auch Sie sich laufend Gedanken darüber, wie Sie Ihr Fachgeschäft und/oder Ihre Produkte nachhaltig im Bewusstsein Ihrer Kunden verankern. Und damit sind Sie in guter Gesellschaft. Denn auch größere Lebensmittel-Betriebe wie z. B. Supermärkte suchen nach Möglichkeiten, die Wahrnehmung ihrer Produkte und ihrer MARKE zu stärken oder gar mit einer möglichst überzeugenden Marketing-Botschaft das Kaufverhalten des Endverbrauchers zugunsten ihres Unternehmens zu beeinflussen. Bekanntlich eignen sich hierzu gut Erzählungen, die umso mehr Emotionen wecken, je überzeugender sie in Form eines Spots vorgestellt werden.

Einer der Kern-Wünsche im Wünschespektrum des typischen anspruchsvollen Verbrauchers von heute ist der Wunsch nach Qualität und damit verbunden der Wunsch nach möglichst regionaler Produkt-Herkunft; dient doch vornehmlich in der Fleisch verarbeitenden Branche die räumliche Nähe und damit verbunden der unmittelbare Kontakt zum Bauern als Vertrauen schaffendes Merkmal. Fachfleischereien, die recht nah an landwirtschaftlichen Betrieben angesiedelt sind, verdeutlichen diesen Vorteil, indem sie den oder die Namen der sie beliefernden Landwirte im Ladengeschäft aushängen.

Seit geraumer Zeit jedoch versuchen auch Supermärkte, sich des Regio-Begriffs in ihren Aussagen und Botschaften zu bemächtigen. So gehen Supermarkt-Betreiber dazu über, ihr überregional eingekauftes Sortiment durch „Regionale Produkte“, „Produkte aus der Region“ oder „Produkte aus IHRER Region“ zu ergänzen und diese Tatsache auch über Plakate, Flyer, Websites, Newsletter und Soziale Medien zu kommunizieren. Denn auch MARKEN verändern sich! Je besser man es hierbei zusätzlich versteht, durch Story-Telling („Content is King!“) und regional-spezifische VIDEO-Botschaften („Video is Queen!“) den Endverbraucher zu begeistern, umso eher gelingt es, die Wahrnehmung einer MARKE (inklusive der vorgehaltenen Produkte oder Sortimente) als REGIONAL-MARKE oder MARKE DER REGION zu stärken. Der Verbraucher bildet sich ein (neues) Urteil über den Supermarkt. Je mehr sich dieses Urteil im Laufe der Zeit verfestigt, umso mehr könnte es zu einem positiv besetzten Vor-Urteil werden, was sich bekanntlich nur schwer korrigieren lässt.

 

Die Konsequenzen für Ihre Fleischerei/Metzgerei:

Natürlich gilt es für Sie als Fleischer/Metzgermeister, die Domäne „Regionalität“ weiterhin zu pflegen. Es ist jedoch zur weiteren Profilierung und Abgrenzung sinnvoll, diesen traditionellen Vorteil mit denkbaren anderen Vorzügen Ihrer Fleischerei/Metzgerei wie z. B. persönlicher Theken-Kontakt, Heiße Theke, Aufgreifen von Theken-Trends (Stichwort: Mobile Esskultur), Ernährungsberatung, individuelle Würzung etc. zu kombinieren und dieses Gesamtpaket auch zu kommunizieren. Hierzu haben wir uns schon seit längerer Zeit wiederholt auf Fleischer/Metzgerblog Gedanken gemacht. Überprüfen Sie einfach mal durch Klicken nachstehender Links, welche der dort gegebenen Anregungen Sie „kreativ imitieren“ könnten.

 

Kommunikation und Wahrnehmung

Kommunikation und Wahrnehmung – Teil zwei

Themen-orientierte Sortiments-Gestaltung in Fleischerien/Metzgereien – oder wie man Kauf-Anreize schafft 

Halbzeit 2016 – Kernkompetenzen, Markenbildung, selektive Online-Shopper und Konjunktur 

Halbzeit 2017 – Kundenwünsche, Kommunikation und Internet-Affinität

 

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs „Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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