„Sprechen Sie die Sprache des Kunden!“

Zukunfts-Szenarien in der digitalisierten Welt auf dem 29. Handelsforum 2017 in der Bielefelder Stadthalle – Teil zwei

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

dieser Beitrag folgt direkt dem ersten Teil des Beitrags „Sprechen Sie die Sprache des Kunden!

Elmar Fedderke, Geschäftsführer Walgenbach GmbH & CO. KG / Buchautor / Dozent, Düsseldorf referiert zum Thema: „Dauerbrenner Kundenbindung – „Klassiker mit dramatischem Bedeutungszuwachs im virtuellen Zeitalter“. Elmar Fedderke konstatiert: „Amazonisierung ist nicht das Problem, sondern der Kunde geht im (stationären) Geschäft verloren.“

Der Vorteil, den der stationäre Einzelhandel durch den physischen Kontakt zwischen Verkäufer und Kunde besäße, müsse ausgespielt werden. Das Anforderungsprofil an den Verkäufer umschließe neben Persönlichkeit, Verkaufstechnik und Fachwissen auch den heutzutage immer wichtiger werdenden Faktor „Kundenfreundlichkeit“. Denn einer der Hauptgründe für einen Kunden, das Geschäft zu wechseln, bestünde in unzureichendem Respekt. So hätten 86% eines Wechsel mit dem Verhalten des Verkäufers zu tun.

Natürlich müsse auch der stationäre Einzelhandel online per Website und/oder Social Media Präsenz zeigen. Aber Online wäre eben nicht alles. Denn: Wenn selbst Zalando per Anzeige „nach einem Ladenlokal in Düsseldorf“ suche, dann könnte man als stationärer Einzelhändler doch sagen. „Na also, das kann ICH doch besser!“

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Dr. Eva Stüber, Leiterin Research und Consulting, IFH Köln referiert zum Thema: Zwischen Innovation und Interaktion“ – „Wie digitale Transformation die Anforderungen an das Personal verändert“. Nach einigen grundlegenden Informationen zum gestiegenen Anspruchsniveau der Kunden sieht die Referentin im Verhalten nicht nur der jüngeren Konsumenten eine starke Internet-Affinität. So informierten sich ca. 70% der Kunden vorab online, um dann im Geschäft zu kaufen. 51,4% informierten sich im Geschäft, um später online zu kaufen. Hierbei zeige vornehmlich das Smartshopper-Verhalten eine steigende Relevanz der Kanal-Verknüpfung. Hier sei der stationäre Handel gefordert; denn nicht nur unter den älteren Kunden herrsche vielfach Unkenntnis über die einzelnen Kanal-Präferenzen der Händler.

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Auf Interesse stoßen natürlich auch Informationen von Michael Latz, ECE, Hamburg/Center Management Loom Bielefeld.  Die ehemalige City-Passage werde nach einem Refurbishment zu einem attraktiven und modernen Shopping-Center auf rund 26.000 qm Fläche mit vier Verkaufsebenen. Neben dem neuen Namen Loom, so Dr. Sandra Harms, Senior Development Managerin, ECE, Hamburg habe es auf den Standort Bielefeld zugeschnittene Konzepte und böte neben Erlebnis-Shopping mit spektakulären Waren-Inszenierungen auch solchen Kundengruppen geeignete Anlaufstellen, die als genuss-orientierte Käufer während ihrer Shopping-Tour auch gern das vielseitige Gastronomie-Angebot nutzen. Geschätzt würden auch Serviceleistungen wie die geplante Kundeninformation und das digitale Wegeleitsystem.

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Das nächste, 30. Handelsforum ist für das Frühjahr 2018 bereits in Planung.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs „Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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