MEHRWERT durch Herausstellung einer Stärke

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

bekanntlich genügt es ja nicht, besser oder angenehm auffallend anders zu sein als andere, sondern man muss diese Besonderheit oder Andersartigkeit dem Endverbraucher auch bewusst machen.

Als kostengünstige, aber hochwirksame Informationsträger dienen hierzu seit jeher auf dem Produkt oder der Produkt-Verpackung angebrachte, erläuternde High-Tech-Etiketten, denn: Der Kunde kauft zwar emotional ein, begründet dann aber gern seinen Einkauf nachträglich rational, indem er – zu Hause! – die Verbraucher-Informationen auf dem Etikett liest.

Vielfach beschränken sich bei Fleischereien/Metzgereien die betreffenden Verbraucherhinweise auf reine Produkt-Informationen (Zutatenliste, Nährwerte etc). Einen Verkauf stimulierenden MEHRWERT erzielen Sie aber primär dann, wenn Sie darüber hinaus eine oder mehrere der nachstehenden Besonderheiten herausstellen könnten:

Produkt-Transparenz

Individuelles Produktions- oder Reifeverfahren

Exclusives, dem Produkt Form gebendes Werkzeug

Produkt-Transparenz

Auch in Anbetracht des jüngsten Lebensmittelskandals legt der „anspruchsvolle Verbraucher von heute“ verstärkt Wert auf Provenienz-Nachweis. Je besser oder je tiefer Sie hierbei die Chargenrückverfolgung manifestieren können, umso mehr Vertrauen fasst der Kunde. Je mehr Einblick Sie Ihren Kunden in Ihre Wertschöpfungskette ermöglichen, umso mehr Profil gewinnen Sie.

So sieht Fleischerei & Partyservice Warnecke aus 22391 Hamburg in dem Bezug und der Verarbeitung vom Susländer Schweinefleisch ein Abgrenzungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb.

Die Fleischerei Austermeier aus 33758 Schloß Holte Stukenbrock sieht Profilgewinnung durch Fleisch-Einkauf bei der heimischen Erzeugergemeinschaft Senne Original. Und die Karlsruher Spezialitäten-Metzgerei Heiko Brath vertraut bei ihrem Schweinefleisch-Einkauf der bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall w. V., wodurch sie die Möglichkeit hat, Fragen nach Fleischherkunft, Tierhaltung, Fütterungsmethoden und Schlachtung überzeugend zu beantworten. Die Fleischerei Uwe Klare aus 34434 Borgentreich-Bühne gar züchtet auf eigenen Weiden ausschließlich die Rinderrasse Limousin (siehe Limousinzucht Uwe Klare). Sie kontrolliert die gesamte Wertschöpfungskette von der Fütterung und Zucht, über die eigene Schlachtung und handwerkliche Herstellung bis zum Endprodukt in der Theke. So schafft man Produkt-Transparenz pur!

Individuelles Herstellungs- oder Reifeverfahren

Die Landfleischerei Neumeier aus dem hessischen 37235 Hessisch-Lichtenau begründet den individuellen, unverwechselbaren Geschmack ihrer Ahle-Wurscht u. a. mit deren neun monatiger Reifung in Lehmkammern ohne Heizung, Kühlung, Be- und Entfeuchtung (vgl. auch Fleischer/Metzgerblog-Beitrag „… Carsten Neumeiers „Ahle Wurscht““ vom 16. 11. 2007).

Die bayrische Hofmetzgerei Höfermühle (Inh. Alfons Gierl) aus 94244 Geiersthal legt bei der Fertigung vom „G’selchten“ Wert auf die Aroma steigernde Wirkung eines natürlichen Räucherprozesses ohne Herstellungsprozess-Beschleuniger.

Exclusives, Form gebendes Werkzeug

Im ostwestfälischen 33428 Marienfeld vertraut die B. & K. Rauchfleisch GmbH während der Herstellung und Reifung ihres „Marienfelder Edelbarren“ auf eine eigen entwickelte Schinkenpresse, die dem Marienfelder Edelbarren letztlich die einprägsame, Verkauf fördernde Sonderform verleiht.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

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