Serie: „Verkaufsförderung durch aktive Kunden-Einbindung“ – Eine Wurstscheune als ideale Anlaufstelle

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
im ersten Beitrag dieser neuen Fleischer/Metzgerblog-Serie des Jahres 2010 wurde am 05. Januar erläutert, in welch hohem Maße der Wunsch nach Anerkennung und Selbstverwirklichung die Erwartungshaltung des Kunden inzwischen dominiert. In konsequenter Berücksichtigung dieses Wünsche-Rankings hat Fleischermeister Carsten Neumeier aus der Landfleischerei Neumeier im hessischen 37235 Walburg die bisherigen gelegentlichen „Begehungs- oder Besichtigungsmöglichkeiten“ seiner Wurstscheune zu einer Event-Reihe ausgebaut.
Basierend auf den Erfahrungen mit gelegentlichen Workshops für heterogen zusammengestellte Gruppen bietet er seit kurzem einen „Workshop für Führungskräfte“ an, der von Großbetrieben der Region begeistert aufgenommen wird.
In dem für den 28. Januar 2010 terminierten „Workshop für Führungskräfte“ eines europäischen Großbetriebes der Region nutzt Carsten Neumeier seine Wurstscheune und die bei ihm gegebene Möglichkeit des eigenen Schlachtens und der anschließenden schlachtwarmen Verarbeitung, um die Führungskräfte aktiv in die Wurstherstellung einzubinden.

  • Carsten Neumeier schlachtet an diesem Tag gegen Mittag. Eine Schweinehälfte wird zerlegt und für die Ahle Wurscht und Bratwurst zurechtgeschnitten. Am selben Tage werden die Führungskräfte gegen 17 Uhr erwartet. Ein Buffet mit Schinken zum Selbstschneiden, diverse Wurstwaren, Bratwurst und Ahle-Wurscht, Fleisch vom Grill, Bauernbrot sowie kalte und warme Getränke stehen bereit. Das Essen wird auf einem Holzbrett serviert, das jeder Teilnehmer zum Andenken an den schönen Tag mitnehmen kann.
  • Nach einer Wurstscheunen-Besichtigung mit Erklärung rund um die Hausschlachtung und der Ahlen Wurscht bekommen die Teilnehmer Gelegenheit, unter Anleitung an der „Ahle-Wurscht-Herstellung“ aktiv teilzunehmen.
  • Jeder Teilnehmer bekommt eine Schürze überreicht, die durch einen besonderen Aufdruck an die Herstellung hausgemachter Würste am 28. Januar 2010 erinnert.
  • Die Aktivitäten des Kunden

  • Jeder Teilnehmer kann Schinken auf einer bereitgestellten Aufschnittmaschine schneiden. Jeder Teilnehmer kann jetzt unter Anleitung – im Kreise seiner Kolleginnen und Kollegen- zwei Würste füllen.
  • Eine gesonderte individuelle Workshop-Teilnahmebescheinigung erfolgt in Form eines persönlichen Namensschildes, das an den jeweils selbst gemachten Würsten „angebracht“ werden kann.
  • Die Namensschilder sind laminiert mit Loch, um diese mit dem Wurstfaden verknoten zu können.
  • Anschließend werden die betreffenden Ahle-Würschte zum mehrmonatigen Reifen hoch oben in der Wurstscheune aufgehängt.
  • Nach Abschluss der Reifezeit werden die namentlich gekennzeichneten, selbst gemachten Würste gemeinsam mit der Schürze an die Geschäftsleitung des Unternehmens geschickt, damit diese an die Führungskräfte weitergeleitet werden können.
  • Fazit:
    Auch das ist Kunden-Einbindung pur! Wohl manch ein Teilnehmer wird sich gern an seine Aktivitäten erinnern. Der Teilnehmer/Kunde wird zur Hauptperson des Events. Landfleischerei Neumeier wird sicherlich mindestens die drei Reifemonate im Gespräch bleiben. So manch ein Workshop-Teilnehmer könnte zudem auf die Idee kommen, zwischendurch einmal den Reifegrad seiner beiden selbst gemachten Würste persönlich vor Ort zu überprüfen – und bei der Gelegenheit möglicherweise auch einen zusätzlichen „Wochen-Einkauf“ tätigen. Des weiteren kann auch hier intensive Mund-zu-Mund-Propaganda unterstellt werden.

    Carsten Neumeier ist hiermit eingeladen, Fotos vom Event an die Fleischer/Metzgerblog-Moderation zu mailen, die Ihnen in einem weiteren Beitrag sicherlich einen Eindruck von der Begeisterungsfähigkeit der Workshop-Teilnehmer vermitteln werden.
    Ich grüße Sie herzlich
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

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    2 Responses to “Serie: „Verkaufsförderung durch aktive Kunden-Einbindung“ – Eine Wurstscheune als ideale Anlaufstelle”

    1. @ Dirk Ludwig
      Mehr noch: Carsten Neumeier hat auch das entsprechende strategische Konzept, in das die Marketingmaßnahmen integriert werden.
      Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

    2. Dirk Ludwig sagt:

      Mensch ist das eine tolle Sache. Respekt vor dem Kollegen Neumeier. Wohl dem, der solche Möglichkeiten hat. Das kann man Marketingmäßig unglaublich ausschlachten, um bei Thema zu bleiben. Tolle Sache.