Kollegenrat erbeten: „Wie kurble ich mein Frühstücksgeschäft an?“

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
mit diesem Beitrag greife ich eine aktuelle Fragestellung Ihrer mir persönlich bekannten Kollegin Heidi Weber aus der Metzgerei und Partyservice Thomas Weber, D 57482 Wenden-Gerlingen auf. Heidi Weber hat mich gebeten, hier auf Fleischer/Metzger-Blog um Antworten zu einem Standort-Thema zu bitten.
Die mir per Fax und Telefon übermittelten Fragen und Problemfelder formuliert Heidi Weber wie folgt:

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir möchten gern das Frühstücksgeschäft in unserem Geschäft ankurbeln. Hierzu wünsche ich mir geeignete Vorschläge.

Folgende Situation:

Wir haben in unserem Ort (ca. 2.000 Einwohner) zwei Bäcker und eine Backabteilung sowie eine Metzgerei mit angeschlossenem Imbiss. Alle Geschäfte (außer uns) befinden sich direkt an der Hauptstraße; zu uns muss man leider abbiegen. Aufgrund unserer Lage habe ich bisher keinen Fokus auf diese Sparte gelegt. Ich habe aber festgestellt, wie viele Frikadellen, belegte Brötchen etc. wir verkaufen, wenn der andere Kollege Ferien macht.

Meine Frage lautet jetzt:
Was können wir tun, um in dieser Richtung (Frühstücksgeschäft) mehr Umsatz zu machen?

Ich bedanke mich schon jetzt für Eure Vorschläge. Mit freundlichem Gruß Heidi Weber

Dienlich oder hilfreich könnten im geschilderten Zusammenhang sicherlich auch Hinweise und Problemlösungen von Fleischer/Metzgermeistern sein, die durch Baustellen vor der Tür, Straßensperren und/oder städtische Umleitungen zu besonderen Maßnahmen veranlasst worden sind.
Ich grüße Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

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6 Responses to “Kollegenrat erbeten: „Wie kurble ich mein Frühstücksgeschäft an?“”

  1. Liebe Kollegen Weber,
    Ludger hat Euch eine Vielzahl an Möglichkeiten geschrieben, die alle Erfolg versprechen.
    Bitte glaubt mir, gelingt es Euch, einen Artikel oder eine perönliche Eigenart, uzw. aus Eurem Herzen und Überzeugung dar zu stellen, zu verkörpern oder zu leben,
    dann läuft alles fast `von allein.
    Wenn es Euch Spaß macht, Frühstück zu servieren, dann merken es Eure Kunden und sie fühlen sich wohl und wahr – bzw. ernst genommen.
    Also: seid gut in dem, was Ihr tut.
    Denke bitte daran:

    Glück liegt nicht darin, dass man tut was man mag,
    sondern mag was man tut.

    Ich wünsche Euch alles Gute und Erfolg.

    Es grüßt aus Schleswig Holstein
    Jürgen Fritze

  2. Liebe Kollegen Weber,
    Ludger hat Euch eine Vielzahl an Möglichkeiten geschrieben, die alle Erfolg versprechen.
    Bitte glaubt mir, glingt es Euch, einen Artikel oder eine perönliche Eigenart, uzw. aus Eurem Herzen und Überzeugung dar zu stellen, zu verkörpern oder zu leben,
    dann läuft alles fast `von allein.
    Wenn es Euch Spaß macht, Frühstück zu servieren, dann merken es Eure Kunden und sie fühlen sich wohl und wahr – bzw. ernst genommen.
    Also: seit gut in dem was Ihr tut.
    Denke bitte daran:

    Glück liegt nicht darin, dass man tut was man mag,
    sondern mag was man tut.

    Ich wünsche Euch alles Gute und Erfolg.

    Es grüßt aus Schleswig Holstein
    Jürgen ritze

  3. Heidi Weber sagt:

    Hallo Herrn Eismann, lieber Ludger und Herr Schmidt,

    vielen Dank für die vielen Anregungen. Wir können diese gut gebrauchen für ein von uns zu erstellendes Konzept. An unserer Haupt-
    straße fahren 12000 Autos vorbei, den ein oder anderen müßten wir zum Abbiegen gewinnen können (mittels Hinweisschilder). Sehr gut hat mir der Vorschlag gefallen eine „Dörnschladewurst“ zu kreieren. Auch werden wir eine Frühstückstüte (belegte Brötchen, Kakao, Obst) sowie
    Kaffee to go anbieten. Wir überlegen, welche Kaffeemaschine man da
    braucht.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Heidi Weber

    Apropos Convenience, ein absolutes Highlight ist das „Südseefilet“ von
    Van Hees, besser nochmit Putenfilet. Dazu die „Pikantessa“ von Van Hees warm oder kalt, schmeckt super lecker.

  4. Hallo Frau Weber,

    nachdem Ihr thüringischer Kollege Konrad Eismann die Kommentar-Rallye profund angekurbelt hat, konnte Ihr niedersächsischer Kollege Ludger Freese – wieder einmal mehr – ein ganzes Füllhorn an Empfehlungen und Erkenntnissen ausschütten, die zum großen Teil aufgrund von Individualisierungsmöglichkeiten zudem noch den Vorteil haben, von Ihrem örtlichen Wettbewerb nicht so ohne weiteres kopiert werden zu können.

    Ich möchte heute zusätzlich Ihr Augenmerk von der reinen PRODUKT-Ebene ( Beispiel: Metzger-Frühstück, Kaffee-Angebot) auf die Ebene der NUTZENSTIFTUNG für den Kunden lenken.

    Hierzu forschen Sie nach den Gründen Ihrer Kunden für den morgendlichen Besuch Ihrer Metzgerei. Einer dieser Gründe ist der wichtigste, es ist der HAUPTgrund für die Bevorzugung Ihres Geschäftes.
    Beantworten Sie sich hierzu die Frage, welches der größte Nutzen, der KERN-Nutzen sein könnte, den Sie Ihrer (zu erweiternden oder auch neuen) Kundschaft zu stiften in der Lage sind oder sein werden: und verdeutlichen Sie diesen bei Ihren Marketing-Maßnahmen. Dieser KERN-Nutzen lässt sich aus mindestens einer der Ihnen bekannten und/oder von Ihren beiden Kollegen gelisteten Produkt-Empfehlungen ableiten.

    Der KERN-Nutzen könnte in Ihrem Falle beispielsweise sein:

    ZEITGEWINN durch Convenience-Produkte und/oder Wartezeitverkürzung durch fertig vorbereitete komplette Frühstücks-„Pakete“.

    Hierzu könnten Sie etwa folgende Aussage machen:
    „Bei uns sparen Sie Zeit und Nerven! – Das (reichhaltige, schmackhafte etc.) Metzger-Frühstück für Eilige! (Uhrzeit von – bis angeben!)

    Ein KERN-Nutzen für eine weitere Kundengruppe könnte sein:

    REGIONALE Identifikation durch DAS regional-typische Frühstück (einen Namen zur Identifizierung Ihrer Region könnten Sie hierzu sicherlich leicht aus der obigen, umfangreichen Produkt- Listung herleiten)

    Zum Beispiel:
    Nur bei uns bekommen Sie täglich von XX – bis YY Uhr das lokale (hier geben Sie Ihre Region an) „Weber“-Frühstück mit (Wurst)-Spezialitäten unserer Region

    Oder

    Sie sprechen einzelne (durchaus auch neue) Teil-Zielgruppen über den Frühstücksnamen ganz konkret an! Zum Beispiel:

    FRÜHSTÜCK FÜR FERNFAHRER oder
    TRUCKER-FRÜHSTÜCK (wichtig: KERN-Nutzen deutlich machen UND Zusammensetzung listen)
    Folge: Der Fernfahrer wird sich auch nach 500 Kilometern Fahrt gern erinnern – und Ihre bisherigen Kundengruppen machen Sie neugierig.

    Viel Erfolg wünscht und beste Grüße sendet
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

  5. Hallo Heidi,
    hallo Thomas.
    Von den Einwohnern aus Eurem Ort wird es schwer werden, das Frühstücksgeschäft anzukurbeln. Der Umsatz muss als von Autofahrern und von neuen Kunden kommen.
    Ich schreibe einfach einmal auf, was mir dazu in den Sinn kommt. (ohne Wertung)

    1. Schild „Metzger-Frühstück ab 7 Uhr“ an die Kreuzung stellen
    2. Ein Produkt anbieten, das niemand hat
    3. Tolle Kaffeeangebote bieten
    4. Kaffee to go anbieten
    5. Frühstück anbieten, das während der Autofahrt gegessen werden kann.
    6. Frühstückstüte für Trucker (4,95 €) mit allem für 500 km Fahrt.
    7. Allen Kunden aus der Fleischerei einen Handzettel mitgeben für einen 10 % Frühstücksrabatt
    8. Zeitungen mit anbieten (Gehört zum Frühstück)
    9. Von den Besten aus der Region lernen. (Wer ist Marktführer)
    10. Originelle Frühstücksbrötchen anbieten, z.B. Aufwachbrötchen, Vitaminwhopper im Januar, zu Ostern Hasenbrötchen/ usw.
    11. Werbung an der nächsten großen Tankstelle platzieren
    12. Besondere Themenmonate gestalten: „Oscar Frühstück“ – „Frühlings-Frühstück“ – „Singel-Frühstück“, „Weckt den Italiener in dir!“ – „Frühaufsteherfrühstück“…
    13. Wer 10x gefrühstückt hat, bekommt einen 10.- € Einkaufsgutschein in der Fleischerei
    14. Einen Biobäcker als Brötchenlieferant suchen
    15. Besser sein als der Mitbewerber
    16. Mitarbeiter schulen auf Frühstücksprodukte
    17. Bei einem Onlinedrucker Handzettel drucken lassen (5000 Stück 50.- €)
    18. Auf der Straße kostenlos Brötchen verteilen. (Anfüttern)
    19. 1x Kaffee zahlen und so viel trinken wie sie mögen
    20. Eine Metzgertüte mit einer Frikadelle, kl. Schnitzel, Brötchen, Joghurt, Getränk, Süßigkeit, Serviette und einer schriftlichen Bewertung. Wer diese ausfüllt und per Mail, Fax zurück schickt, bekommt von Euch eine hauseigene Spezialität geschickt. (lohnt sich!)
    21. Wie viele Autos fahren bei Euch vorbei? Gibt es Zahlen?
    22. Konstante Qualität, konstante Uhrzeiten, konstante Angebote
    23. Ständig belegte Brötchen vorrätig haben. Der Kunde will nicht warten.
    24. An gewissen Tage der Kundin eine „Frühstücksrose“ mitgeben .Sie läuft damit im Ort Werbung
    25. Wer Geburtstag hat, darf kostenlos frühstücken
    26. Frühstücksbrett kostenlos als Werbepräsent mitgeben
    27. Gute Laune mit „anbieten“ (Musik, Blumen, Duft im Laden, bequem sitzen…)
    28. Was bieten große Fastfood Ketten zum Frühstück an?
    29. Ein „Sauerland-Frühstück“ anbieten
    30. Wendener Hüttenfrühstück zusammen stellen
    31. Spezielles Brötchen mit einer „Dörnschlade-Salami“ – gibt es nur bei Euch!
    32. Biggesee-Frühstück (besonders leichte Kost)
    33. Etwas anbieten, was euren Namen beinhaltet, z.B. Weberinnen-Frühstück, Weberkamm-Mett
    34. Transparent über die Straße spannen: „Frühstück bei Heidi – 200m links“
    35. Im Sommer: Frühstück im Freien. (Bänke, Tische, Decken, Schirme Blumen…)

    Mir fällt bestimmt noch mehr ein, aber vielleicht ist hier schon etwas dabei, womit ihr eure Kunden begeistern könnt. Viel Erfolg wünsche ich Euch: Ludger

  6. Hallo,

    ich würde ein aggressives Marketing gegen den anderen imbiss im Ort vorschlagen.
    Bspw. Werbeschilder an der Hauptstraße (vieleicht an Hauswänden von Privatpersonen anbringen)
    Slogan: „ABBIEGEN LOHNT SICH JETZT DOPPELT“ Bei uns gibt es die Kaffeeflatrate zum Frühstück!!!

    Gut ist eine Kaffeeflatrate die zu einem Frühstückspaket angeboten werden kann.
    Generell finde ich es besser komplette Frühstücksangebote zu entwerfen und damit zu werben, dadurch wird dem Konsumenten die Entscheidung an der Theke enorm erleichtert.

    Ich hoffe ich konnte etwas helfen.

    Beste Grüße Konrad Eismann