Die drei Ebenen des Erfolges – eine Analyse in drei Folgen – Folge zwei –

Folge zwei: Die Produkt-Ebene

Oberste Richtschnur Ihres Handelns sollte sein, die Wünsche und Erwartungen Ihrer wichtigsten Kunden-Gruppen bestmöglich zu erfüllen (vgl. hierzu Folge eins dieser Beitrags-Serie).

Ihr Dienstleistungs-Angebot und Ihr Produkt-Sortiment sind hierbei das entscheidende Mittel, dieses Ziel zu erreichen. Die Frage dieser Folge zwei lautet folglich, inwieweit Sie auf der Produkt-Ebene (Fleisch, Schinken, Wurst) über deutlich wahrnehmbares Profil oder Kompetenz verfügen, um sich von Ihrer Konkurrenz entsprechend abzugrenzen.

Das Besondere dabei: Ihre höchstpersönliche Sichtweise Ihres Betriebes ist mit großer Wahrscheinlichkeit mit der Sichtweise Ihrer Kundschaft NICHT identisch! Denn entscheidend ist nicht, wie Sie sich selber sehen oder wie Sie gesehen werden wollen, sondern wie der Kunde Sie tatsächlich sieht – und welche Anhaltspunkte Sie ihm für seine Sichtweise geben.

Nachstehend folgt hierzu eine Aufstellung von wichtigen Merkmalen, die über Größe und Umfang Ihres Profils oder gar ein Alleinstellungsmerkmal Ihres Betriebes auf der Produkt-Ebene maßgeblich entscheiden:

 

Die Produkt-Auswahl

Größe/Umfang Ihres Sortiments

 

Das Qualitäts-Niveau/Auszeichnungen

Die Güteklasse des Fleisches

bzw.

die überwiegende Qualitätsnorm wie Premium-Qualität, Delikatessen etc.

Medaillen, Pokale

 

Die Produkt-Frische

Hier begründen Sie den besonderen Frische-Vorteil eines in Ihrer Fleischerei hergestellten Produktes. Grenzen Sie Ihr tages-aktuelles Angebot durch prägnante Adjektive wie zum Beispiel kesselfrisch!, rauchfrisch! oder tagesfrisch! gegenüber Frische-Offerten in Supermärkten oder Discountern ab. Eine „kesselfrische Fleischwurst“ entspricht nicht dem Geschäftsmodell eines Discounters!

 

Die Spezialitäten

Folgende Bereiche sollten durch Ihre Angaben konkretisiert sein:

Der Herkunfts-Radius:

lokal

regional

international

 

Die zeitliche Verfügbarkeit:

saisonal

ständig

 

Die Art:

Schinkenspezialitäten

Wurstspezialitäten

Hierbei sind selbst hergestellte, handwerkliche Erzeugnisse mit unverwechselbarer Form, typischem Geschmack und spezifischem Namen besonders hervorzuheben.

 

Aktionen

Hier listen Sie Ihre besonderen Offerten wie:

(tages-)aktuelle Angebote

spezielle Wochentags-Angebote

heiße Theke, Mittagstisch

saisonale Aktionen

 

Angebote, die besonders „trendy“ sind:

Hier machen Sie Angebote zu Geschäftsfeldern wie

Convenience

Art, Sorten, Umfang

 

Bio/Wellness

Umfang, Schwerpunkte

Eventuelle Wahrnehmungs-Defizite des Verbrauchers zu Ihren oben fett gedruckten Angebots-Bereichen können Sie relativ aufwandsarm auf zwei Wegen aufdecken:

Sie geben aus den oben fett gedruckten Angebots-Merkmalen die für Ihren Betrieb zuftreffenden Kriterien als Suchbegriffe bei einer Suchmaschine ein. Die Vielzahl an Ergebnissen schränken Sie ein, indem Sie auch Ihren Wohnort und Ihren Fleischerei-Namen eingeben.

oder

Sie nutzen Ihre Kundengespräche zu einer diesbezüglichen persönlichen Befragung.

Sie bekommen auf diesen Wegen einerseits Anhaltspunkte dafür, wie Sie zur Zeit wahr genommen werden. Andererseits können Sie neue Wünsche und Erwartungen Ihrer maßgebenden Kundengruppen aufdecken.

Und spätestens dann profitieren Sie in Ihrer Eigenschaft als Handwerksmeister von einem besonderen Umstand: Als Meister besitzen Sie großes handwerkliches Know-How und reichlich Kreativität; es fällt Ihnen deshalb in aller Regel nicht schwer, den neuen Kundenwünschen mit einem aktualisierten Sortiment zu entsprechen.

Grundsätzlich gilt also:

Je besser Ihre Produkt- oder Sortiments-Entwicklung mit den aktuellen Marktveränderungen Schritt hält, umso mehr Profil gewinnen Sie und um so größer wird Ihr Alleinstellungsmerkmal in der Produkt-Ebene.

UND: Machen Sie Ihre aktuellen „Besonderheiten“ immer wieder bekannt: über Presseberichte (kostenlos!), Flyer, Aktionen, Zeitungs- oder Hörfunkwerbung und Website-Aktualisierung. Selbst Ihre Stammkunden informieren sich vielfach vorab auf Ihrer Site, bevor Sie Ihr Geschäft aufsuchen.

In der Folge drei dieser Beitrags-Reihe werden Sie in Kürze lesen, wie Sie sich insbesondere auch in der besonders wichtigen Ebene drei (= die Ebene der Nutzen-Stiftung für einzelne (Teil-)Zielgruppen) unverwechselbar machen.

Ich grüße Sie herzlich und freue mich auf Ihre Kommentare
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Blog-Moderator)

Weitere Folgen aus dieser Beitrags-Reihe:
Folge eins: Bedeutsame Zielgruppen einer Fleischerei
Folge drei: Die Nutzenstiftung für Ihre einzelnen Kundengruppen

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