Der Start in die Herbstsaison 2015

August 31st, 2015

Der saisonale Wandel im Wünschespektrum des Endverbrauchers

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
ein Jahrhundertsommer neigt sich dem Ende zu. Inzwischen sind sicherlich auch bei Ihnen die allermeisten Urlauber unter Ihren Kunden zurückgekehrt. Die Kundenstruktur innerhalb Ihres Ladengeschäftes hat wieder die gewohnte Struktur. Und wahrscheinlich sind auch bei Ihnen die allermeisten Urlauber jetzt immer noch voll von Ferien-Erlebnissen, die sie während ihres Einkaufs gern mit Ihnen teilen möchten.

Jetzt könnte die Fähigkeit ZUHÖREN für Sie von Nutzen sein. Denn je mehr Zeit Sie während des Gesprächs dem Kunden widmen, umso mehr fühlt sich der Kunde von Ihnen -verkaufssfördernd- respektiert. Gleichzeitig könnten Sie bei der Gelegenheit durch geschicktes Hinterfragen herausfinden, was den Kunden während seines Urlaubs kulinarisch besonders erfreut hat, auf was er gerne verzichtet hätte und: was er am meisten vermisst hat. Aufgrund Ihrer Fachkompetenz wird es ihnen dann schnell möglich sein, das aktuelle kulinarische Wünschespektrum Ihres Kunden auszuloten. Und sicherlich werden Sie nicht überrascht sein herauszufinden, in wie hohem Maße ihm die regionale Küche, Ihre Klassiker und die individuelle Würzung Ihrer Produkte, gefehlt haben. Bereits Ihr Standard-Angebot wird jetzt als willkommene Abwechslung wahr genommen. Hinzu kommt: Als stationärer Betrieb der Region genießen Sie Vertrauen, und das umso mehr, je mehr Einblick Sie in Ihre betriebliche Wertschöpfungskette ermöglichen und Ihre Qualitätsführerschaft verdeutlichen.

Externe Ereignisse, wie die vielerorts in Kürze anstehenden Weinfeste könnten Impulse setzen, den Wunsch nach Geselligkeit zu fördern. Betriebsfeste und Familienfeiern rücken in den Focus. Der Fleischkonsum steigt traditionell an. Qualität wird verstärkt nachgefragt. Ihre Fleischerei/Metzgerei könnte umso mehr als Anlaufstelle bevorzugt werden, je mehr sie aufgrund ihrer Wahrnehmung dem Kunden ermöglicht, sich über den dortigen Kauf als qualitätsbewusst zu outen. Gelingt es Ihnen gar, die Schwerpunkte Ihres Angebots wie z. B. „regio“ oder „bio“ zu verdeutlichen, wird sich der qualitätsbewusste Lokalpatriot oder Bio-Fan gern mit ihrem Geschäft identifizieren. Und diese Identifizierung gilt es aktiv zu fördern, damit nicht nur Ihr Stammkunde zu der so wichtigen Mund-zu-Mund-Propaganda zugunsten Ihres Beriebes beiträgt.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Herbstsaison und grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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SÜFFA Innovationspreis 2015: Gewinner stehen fest

August 24th, 2015

Stuttgarter Branchentreffpunkt verleiht wertvolle Auszeichnung

Suef_15_PM10_Logo_Innovationspreis_ZW_CMYK_jpg_gr Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister, auch dieses Jahr wieder wird die begehrte Auszeichnung „SÜFFA Innovationspreis“ verliehen, die sich inzwischen im Laufe vieler Jahre zu einem Qualität-Siegel entwickelt hat, das sich nicht nur bei den betreffenden Empfängern sondern auch in der öffentlichen Wahrnehmung großer Wertschätzung erfreut. Die offizielle Verleihung der Preise soll im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung zur SÜFFA am 18. Oktober 2015 auf der Messe Stuttgart statt finden.

Hierzu erreicht die Blog-Moderation im Rahmen unserer laufenden Vorabberichterstattung zur diesjährigen SÜFFA eine weitere Mitteilung, die wir Ihnen nachstehend in wesentlichen Auszügen gern zur Kenntnis geben.


Presse-Mitteilung der SÜFFA-Messeleitung:

Gewinner SÜFFA Innovationspreis 2015

Begehrte Auszeichnung wird auf Branchentreffpunkt in Stuttgart verliehen / Spülmaschine mit Wärmepumpe und Saumagen-Kugel haben die Nase vorn

Gute Nachricht für die Winterhalter Deutschland GmbH und die Metzgerei Hornung. Sie sind die Gewinner des SÜFFA Innovationspreises 2015. Die Jury, besetzt mit Journalisten, Vertretern des Landesinnungsverbands für das Fleischerhandwerk in Baden-Württemberg und der Messe Stuttgart, entschied sich in ihrer Sitzung am 21. Juli 2015 in Ulm-Wiblingen für die Einreichungen der beiden Unternehmen. Wesentliche Bewertungskriterien waren dabei Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit und Nutzen für den Anwender, Betriebssicherheit, Umweltverträglichkeit, Einsatz bzw. Umsetzung mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand sowie die Innovationsqualität.

"Durchschubspülmaschine PT ClimatePlus nutzt die thermische Energie aus Raumluft und hat klimarisierenden Effekt"© Bild: WINTERHALTER

„Durchschubspülmaschine PT ClimatePlus nutzt die thermische Energie aus Raumluft und hat klimarisierenden Effekt“
© Bild: WINTERHALTER

Mit insgesamt elf Bewerbungen im Bereich Produkte und Verfahren entschied sich die Fachjury für die Spülmaschine mit Wärmepumpe „PT ClimatePlus“ der Winterhalter Deutschland GmbH aus Meckenbeuren. Das Gerät entzieht dem Raum Wärme, um Wasser zu erwärmen und um Energie zu sparen und gibt dafür kühle und trockene Luft an den Raum zurück. Die Juroren sahen bei dieser Idee die mögliche Energieersparnis von bis zu 53 Prozent als Vorteil. Außerdem begrüßten sie die verbesserten Arbeitsbedingungen durch ein angenehmeres Raumklima in den Betrieben des Fleischerhandwerks.

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"Metzgermeister Gunther Hornung mit Jungmeisterin Jaquelin Wohland präsentieren ihren Saumagen in Kugelform auf dem Spieß" © Bild: G. Hornung

„Metzgermeister Gunther Hornung mit Jungmeisterin Jaquelin Wohland präsentieren ihren Saumagen in Kugelform auf dem Spieß“ © Bild: G. Hornung

In der Kategorie Marketing und Konzeption gewann die Lautertaler Metzgerei Hornung gegen acht Konkurrenten mit ihrer „Bergsträßer Winzerkugel“. Gunther Hornung hat mit seiner Jungmeisterin Jaquelin Wohland einen kugelförmigen Snack für jeden Anlass, speziell aber für Winzer und Weinwirtschaften entwickelt. Die Grundmasse besteht aus Saumagenbrät und wird mit Füllungen in den Geschmacksrichtungen Kastanie, Pflaume und Sauerkraut angeboten. Die Jury sah in dieser pfiffigen Idee ein gelungenes Beispiel, aus altbekannten Zutaten ein neues Produkt zu schaffen, mit dem sich der fleischhandwerkliche Betrieb am Markt profilieren kann.

Ein Sonderpreis der Jury wurde an die Metzgerei Lindauer aus Mühlacker vergeben. Der Film „Selbstverständlich selbst gemacht“, der unter anderem auf der Homepage des Betriebes abrufbar ist, zeigt auf neue Art und Weise, wie eine Handwerksmetzgerei im Jahr 2015 arbeitet und gewährt damit einzigartige Einblicke für jedermann. Zentraler Bestandteil ist der Ablauf einer Schweineschlachtung, bei der mit viel Sorgfalt gearbeitet wird und alle Kriterien des Tierwohls eingehalten werden.

 

Die offizielle Verleihung der Preise findet im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung zur SÜFFA am 18. Oktober 2015 auf der Messe Stuttgart statt.

 

Über die SÜFFA:
Die SÜFFA ist eine der wichtigsten Veranstaltungen für das Fleischerhandwerk und die mittelständische Industrie aus dem deutschsprachigen Raum sowie dem angrenzenden Ausland. Der beliebte Branchentreffpunkt bietet Fachbesuchern die Möglichkeit, sich mit Kollegen sowie Fachleuten auszutauschen und steht bei vielen Entscheidern fest im Terminkalender. Die ausgewogene Kombination der Ausstellungsbereiche Produktion und Verkauf mit dem breit gefächerten, informativen Rahmenprogramm macht die SÜFFA so erfolgreich. Interessante Vorträge im Trendforum und die Vergabe des Innovationspreises machen Trends am Markt sichtbar.
Weitere Informationen zur SÜFFA unter www.sueffa.de.
Soweit die Mitteilung der Messeleitung der Stuttgarter SÜFFA

Ich grüße Sie herzlich
Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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August 17th, 2015

Die Vorteilhaftigkeit einer Kapazitätsreserve

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,
natürlich ist es auch für Sie ein schönes Gefühl zu wissen, die Produktionsfaktoren Ihres Fleischerei-Betriebes voll ausgelastet zu haben; denn durch Minimierung der Kosten nicht genutzter Kapazität (= Leerkosten) optimieren Sie in aller Regel Ihren operativen Gewinn. Eine kapazitative Vollauslastung Ihres Betriebes jedoch birgt auch Risiken: Haben Sie sich bei der Hereinnahme eines Ihrer Aufträge bezüglich der Herstellungs- oder Dienstleistungsdauer auch nur leicht verschätzt, wird die zeitliche Verzögerung bei der Ausführung dieses Auftrags nicht nur zeitliche Konsequenzen für die Folgeaufträge haben. Denn: Der aufkommende Zeitdruck belastet nicht nur Ihre Psyche sondern auch die Ihres Teams, die notwendige Sorgfalt schwindet, Freundlichkeit (Dienstleistung!) im Umgang mit dem Kunden schwindet; schon der nächste Kunde könnte deshalb überrascht sein. In der aufkommenden Stresssituation passieren die ersten leichten Fehler,- der zweite Kunde könnte bereits verärgert sein.
Mit anderen Worten: Bei kapazitativer Vollauslastung Ihres Betriebes lassen sich durch persönliche Fehleinschätzung verursachte (Zeit-) Fehler nicht nur nicht aufholen, sondern verursachen aufgrund der Komplexität des Verarbeitungs- oder Dienstleistungsprozesses leistungs- und sorgfaltsmindernden Stress. D.h. die Folgen einer einzigen, vermeintlich kleinen zeitlichen Fehleinschätzung könnten eine disproportionale Wirkung nach sich ziehen, die den erhofften Ertrag stark negativ beeinflusst.

Eventuell ist Ihnen aber auch schon mal deutlich geworden, wie ein zufälliger oder bewusster Verzicht auf die Auslastung der letzten drei oder fünf Prozent Ihrer betrieblichen Kapazität folgende Vorteile bringt:

1) Sie haben eine quantitative und zeitliche Pufferzone, die Sie psychisch beruhigt
2) Die Verarbeitung/Dienstleistung verläuft entsprechend ohne Hektik
3) Freundlichkeit und Sorgfalt sind gegeben
4) Eventuelle leichte Verzögerungen in der Abwicklung des einen oder anderen Auftrags lassen sich aufgrund der generellen Reserve glatt stellen, und zwar OHNE Folgewirkungen für den oder die nächsten Aufträge zu haben.

Vielleicht jedoch möchten Sie auf den -durchaus möglichen- Zusatzgewinn durch Auslastung der letzten fünf Prozent der Kapazität nicht verzichten – und fahren gern 100 Prozent. In dem Moment jedoch, in dem Ihnen hier auch nur ein einziges Mal Disproportionalität in der Folgewirkung einer einzigen zeitlichen Fehleinschätzung begegnet ist, werden Sie sich vielleicht an diesen Beitrag und die 95% erinnern.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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