Vertrauen schaffen durch Herkunfts-Nachweis

Januar 25th, 2015

Die verbale Unterstützung durch den Lieferanten

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

so manch ein Endverbraucher startet heutzutage seinen Einkaufsbummel mit einem Blick ins Internet. Und nicht nur Ihre Stammkunden nutzen dabei gern Ihre Website zur Vorabinformation, um sich einen aktuellen Überblick über Ihr Angebot und Ihre Dienstleistungen zu verschaffen. Hierbei ist der erste Eindruck entscheidend. Er ist nämlich entscheidend dafür, ob die Aussage Ihrer Website für den Besucher von Relevanz ist und zur Erhöhung seiner Verweildauer auf Ihrer Website beiträgt. Und der ausgesprochen große Teil wohl auch Ihrer Kundschaft, der traditionell/konservativ eingestellt ist, ist hierbei stets empfänglich für Vertrauen schaffende Erstinformation. Und zu den Vertrauen generierenden Faktoren auch Ihres Unternehmens zählt nun einmal die Vermittlung eines Einblicks in die Herkunft Ihrer Produkte.

Natürlich schenkt man vielfach auch in anderen Genuss-Branchen dem Faktor Vertrauen die gebührende Aufmerksamkeit. Ein interessantes Beispiel, wie man hierbei gleichzeitig selbst im Internet die so wichtigen Emotionen schürt, liefert die Website des Bielefelder Cafés Knigge (Konditorei, Café, Chocolaterie). Hier ist man stolz darauf, mit seinem „Schokoli“ die erste Chocolaterie in Bielefeld zu sein, die exclusiv Schokoladen und Pralinen von Valrhona, einer „der feinsten und besten Schokoladen-Manufakturen der Welt“ anbietet.

Signifikant bei Aufruf der Website ist dabei die unmittelbare, verbale Ansprache der regionalen Wohnbevölkerung durch einen Repräsentanten des Hauses Valrhona. Denn dieser Repräsentant schürt ob seines französischen Akzents nicht nur Emotionen, sondern vermittelt gleichzeitig Provenienz-Sicherheit des Produktes. Nachstehend der Link zum Café Knigge

Auf Ihre Fleischerei/Metzgerei übertragen heißt das: Es würde vom Endverbraucher Vertrauen generierend wahrgenommen, wenn auch Sie einen der wichtigsten Lieferanten Ihres Betriebes verbal zu Wort kommen lassen könnten. Je geringer die Entfernung dieses Bauern/Landwirts zu Ihrem Ladengeschäft ist, umso wirkungsvoller könnten dessen Aussagen sein. Denn durch Signasilierung von Regional-Einkauf werden Sie zugleich als Schoner der Umwelt wahr genommen. Verkaufen Sie Ihre Produkte auch außerhalb der Region durch einen Online-Shop, könnten Sie durch den regional-typischen Dialekt Ihrer Gegend nicht nur Vertrauen schaffen, sondern gegebenenfalls gar im Netz die so wichtigen  Kauf entscheidenden Emotionen aufbauen.

Ich grüße sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen  Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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Lassen Sie sich nicht verunsichern!

Januar 15th, 2015

Der Blick in andere Branchen

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

Supermärkte und Discounter punkten mit Sortiments- und Preisführerschaft. In diesen Sektoren können Sie als mittelständisches, handwerklich strukturiertes inhaber-geführtes Fleischerfachgeschäft kaum je konkurrieren. Ihr Fokus sollte vielmehr auf die für den Mittelstand typische Qualitätsführerschaft gerichtet sein. Im Unterschied zu beratungsarmen Supermärkten und preisaggressiven Discountern haben Sie zudem neben der Qualitätsführerschaft eine weitere der Abgrenzung dienende Domäne: Es ist die Beratung per Bedientheke, die Ihnen ermöglicht, die Qualität Ihrer Ware erläuternd zu begründen. Und wohl kaum einer Ihrer Stammkunden und Intensivverwender wollte wohl je auf die persönliche Ansprache und Beratung verzichten wollen, bei der Sie sich darüber hinaus mit Herkunftssicherheit und Regionalität Ihrer Produkte profilieren können.

Ein Blick auf andere Branchen könnte hierbei aufschlussreich sein.

  1. Die Bierbrauer

Während in Europa große internationale Brauereien aus Belgien, aus den Niederlanden und aus Dänemark auf Globalisierung setzen, behaupten sich trotz rückläufigen Bierkonsums in Deutschland privat geführte Brauereien, die durch Regionalisierung Erfolg haben. Man setzt hier auf das regional-typische Geschmacksempfinden und den Lokal- oder Regionalpatriotismus des Verbrauchers.

Die Parallelen zum sinnvollen Marketing eines inhabergeführten Fleischerfachgeschäfts sind unübersehbar.

     2. Die Apothekenlandschaft

Natürlich ist die persönliche, individuelle Ansprache des Rat Suchenden seit jeher ein Kennzeichen von Apotheken. Konsequent weiter gedacht ist jedoch der DocMorris Liveberater, der die individuelle Beratung als „videogestützte pharmazeutische Beratung in Echtzeit“ ermöglichen soll. Wie eine der Blog-Moderation vorliegende Information hierzu erläutert, bietet die Testversion dem Rat Suchenden derzeit folgende Möglichkeiten: „Sie sehen Ihren Berater über eine Videokamera und können entweder mündlich über Ihr Mikrofon oder schriftlich über den Text-Chat mit ihm kommunizieren.“ Weitere interaktive Funktionen sollen bereits angedacht sein

Je höher der Stellenwert ist, den auch in Ihrer Fleischerei/Metzgerei die Dienstleistung „Beratung“ bereits annimmt, umso eher könnten Sie sensibilisiert sein, über kommunikative Alternativen Ihrer Beratung nachzudenken.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen  Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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Das erste Quartal 2015

Januar 8th, 2015

Kundenwunsch und Wirklichkeit

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

der Mensch mag Dinge, die er kennt. Primär konservativ eingestellte Kunden Ihrer Fleischerei/Metzgerei erwarten deshalb von Ihnen auch über den Jahreswechsel hinaus Kontinuität Ihrer Bemühungen, das in Sie gesetzte Vertrauen mit Angebot und Dienstleistung weiterhin zu erfüllen. Zwar sind saisonale Sortiments-Anpassungen durchaus erwünscht und von Zeit zu Zeit freut sich auch der konservative Kunde über Überraschendes, – die Grundaussage Ihres Ladengeschäfts und Ihrer Fleisch- und Wursttheke sollte aber stets wiedererkennbar sein, sich also auch bei Änderungen „selbstähnlich“ bleiben. Jetzt, Anfang Januar 2015, nachdem die willkommenen, extern geschürten Emotionen des Monats Dezember verflogen sind, gilt es, kühlen Kopf zu bewahren und sich von einem vielleicht auch bei Ihnen außergewöhnlich guten Dezember-Ergebnis nicht blenden zu lassen. Denn das erste Quartal auch des Jahres 2015 bietet, vom Valentinstag einmal abgesehen, vergleichsweise wenig externe Anregungen, bevor mit Ostern das nächste christliche Fest Konsum steigernde Emotionen freisetzt. In der Zwischenzeit gilt es also für Sie, mit Vorsicht und Umsicht, winterliche Wetter-Kapriolen einplanend, Ihr Angebot attraktiv zu halten.

Und vornehmlich jetzt kommt Ihren Stammkunden und Intensiv-Verwendern aufgrund ihrer Kundentreue große Bedeutung zu. Denn diese sind es, mit denen wahrscheinlich auch Sie gemäß der von Pareto festgestellten Gesetzmäßigkeiten zwischen 70 und 80 Prozent Ihres Umsatzes machen. Der Kunde ist zur Zeit besonders wählerisch und kritisch, da er überall umworben wird. Während auch dieses Jahr wieder der textile Einzelhandel versucht, sich mit Rabattschlachten zu profilieren, könnten Sie im Kundengespräch via Bedientheke Ihre Qualitätsführerschaft  im Vergleich zu Supermärkten und Discountern verdeutlichen. Denn vornehmlich in Zeiten relativ niedriger Kundenfrequenz könnten Sie mehr Beratungszeit pro Kunde investieren, besondere Kundenwünsche erfahren und darüber hinaus neue Kundenwünsche wecken. Und sicherlich könnten Sie Ihre fleischerhandwerkliche Kreativität nutzen, den einen oder anderen Ihrer Bestläufer zu strecken  und so den Kunden durch eine neue Variante zu erfreuen.

Haben Sie mit Ihrem Betrieb eine einsame Lage, die bei winterlich widrigen Straßenverhältnissen so manch einen Kunden vom Besuch Ihrer Fleischerei abhalten könnte, gilt es, dem Kunden mit einem Lieferservice entgegen zu kommen. Hierbei könnten Sie das Transportrisiko durchaus auf einen Paketdienst verlagern.

Ferner: Geben Sie dem Zufall eine Chance! Bereiten Sie hierzu den Boden, indem Sie – verantwortungs- und kostenbewusst  – immer mal wieder Neues ausprobieren und die Reaktion der Kundschaft ausloten. Je kreativer Sie hierbei sind, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, auch einmal einen Volltreffer zu landen.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen  Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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Neujahr 2015

Januar 1st, 2015

Viel Glück, Gesundheit und Erfolg in 2015

105810_web_R_K_B_by_Verena N._pixelio.de

“Prosit Neujahr” © Verena N. / PIXELIO

wünscht

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen  Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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