Erstmals “Pole Position” erreicht – … und was daraus zwingend folgt

Mai 18th, 2013

Die Wahrnehmung Ihrer Fleischerei/Metzgerei als regionale Nr. 1 verlangt nach einer Strategie-Änderung

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

es ist offenkundig: Wann immer Sie mit Ihren Produkten und/oder Ihrer Dienstleistung in einem bestimmten Sektor die erste Wahl sind, haben Sie gegenüber Ihrer Konkurrenz einen bedeutenden Vorteil: Ihr Angebot wird nämlich nicht nur als das beste wahrgenommen, sondern auch als erstes in die engere Wahl gezogen – und gekauft. So gesehen könnte schon der Zweitbeste, und sei er auch ganz dicht dahinter, buchstäblich mangels Umsatz verhungern, es sei denn, Sie hätten vorübergehend einmal Liefer-Engpässe.

In Kenntnis dieser Tatsache und In entsprechender Strategie-Umsetzung haben Sie vielleicht im Laufe der Zeit in einem Sektor mühsam die „Pole Position“ erarbeitet. Sie haben hierzu u. a.  Ihr Sortiment gepflegt, Kundenwünsche Ihrer Haupt-Zielgruppe ausgelotet und die Konkurrenz beobachtet. Und auch Sie haben sicherlich auf die eine oder andere Aktion oder Offensive des Wettbewerbs mit geeigneten Maßnahmen reagiert, wann immer dieser Ihre Aktivitäten durchkreuzte.

So könnten Sie z. B. wahrgenommen werden als

führend bei regional-typischen, handwerklich hergestellten Wurst-Produkten

der vielseitigste Anbieter von Convenience-Erzeugnissen

ganz vorne bei beratungs-intensiven Angeboten

ausgezeichnet in Qualitäts/Serviceführerschaft sowie Erlebnisführerschaft

oder ganz allgemein

die regionale No. 1

Wo immer Sie inzwischen vorn sind, werden Sie schnell festgestellt haben: es ist für Sie plötzlich einfacher geworden, Ihre Kundschaft für Ihre Erzeugnisse/Dienstleistungen zu begeistern. Bei aller Freude über das Erreichte sollten Sie aber darauf achten, Ihre Position jetzt auszubauen oder mindestens zu halten. Und dafür bedarf es einer Strategie-Änderung. Denn während es früher zum Vorwärtskommen vielleicht ausgereicht hatte, sich aus den Aktionen des Wettbewerbs die jeweils besten ein wenig näher anzuschauen und vielleicht „leicht abgewandelt zu imitieren“, haben Sie durch das erlangte Alleinstellungsmerkmal jetzt weithin sichtbare „Leuchtturm“-Funktion.

Jetzt wird von Ihnen als regionale Nr. Eins besondere Kreativität erwartet, die allerdings bei Ihnen als Fleischer/Metzgermeister zumindest im Produkt-Sektor schon immer reichlich vorhanden war. Jetzt werden von Ihnen Initiativen erwartet, jetzt wünscht man sich auch verstärkt Überraschendes, regionales Sponsoring und letztlich auch Umwelt schonende und soziale Vorbildfunktion. Das Streben nach Kosten- oder Volumenführerschaft ist allerdings nicht die Domäne des inhabergeführten Mittelstandes – entsprechende Aktivitäten sollten Sie also anderen überlassen. Je besser es Ihnen gelingt, die Wünsche und Erwartungen Ihrer wichtigsten Zielgruppen zu erahnen – und mit dem geeigneten Angebot zielgruppen-individuell auch zu erfüllen – umso besser könnten Sie Ihre Markt-Position stärken, umso erfolgreicher könnten Sie sein.

Jetzt wird es die Konkurrenz sein, die sich an Ihnen orientiert, jetzt ist es am Wettbewerb, auf Ihre Aktivitäten zu re-agieren. Und: Vorsprung in der Kreativitäts-Ebene ist vom Wettbewerb allenfalls auf der Produkt-Ebene zu kopieren oder zu imitieren. Haben Sie aber erst einmal in der Wahrnehmung durch den Endverbraucher die entscheidende Präferenz (zum Beispiel als Qualitätsführer) erlangt, wird sich die Konkurrenz an ihrer widerspruchsfreien Zuständigkeit reiben.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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Gesellschaftliches Highlight toppt internationale Fachmesse

Mai 15th, 2013

Die VAN HEES GmbH nutzt Präsenz auf bedeutender Fachmesse, um mit einem gesellschaftlichen Highlight ihren Geschäftspartnern besonderen Respekt zu erweisen

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

die IFFA entsprach auch dieses Jahr wieder voll ihrem Anspruch als „Internationale Leitmesse der Fleischwirtschaft rund um das Verarbeiten, Verpacken und Verkaufen“. Der sorgfältig gewählte Drei-Jahres-Rhythmus am bedeutenden, zentral gelegenen Messe-Standort Frankfurt/Main, die Angebotsbreite und –tiefe der nationalen und internationalen Aussteller und die vergrößerte Ausstellungsfläche sorgten in diesem Jahr für ein weiter gestiegenes Besucheraufkommen. So konnten gemäß Mitteilung der Messe Frankfurt über 60.000 internationale Fachbesucher aus 142 Ländern aus einem Angebot von 960 ausstellenden Unternehmen wählen.

Und natürlich war auch dieses Jahr wieder die VAN HEES GmbH mit einem Stand vertreten, der die Angebots-Schwerpunkte auf den ersten Blick deutlich wahrnehmbar vermittelte: Das Wallufer Unternehmen für Gewürze und Gütezusätze präsentierte u. a. neueste Entwicklungen in den Sektoren Convenience, Clear Line, Technology und Halal. Und VAN HEES wäre nicht VAN HEES, wenn man es nicht auch dieses Jahr wieder verstanden hätte, die internationalen Fachbesucher nicht nur fachkompetent mit dem Messe-Team zu beraten, sondern auch die willkommene Gelegenheit zu nutzen, langjährige Geschäftspartner aus dem In- und Ausland mit einem gesellschaftlichen Highlight zu erfreuen:

Am Mittwoch, den 08. Mai 2013 hatte VAN HEES zu einer „IFFA-Boat-Party“ geladen. Unter dem Motto „Zusammen wachsen“ bzw. „Growing together“ erwartete die Gäste ein besonderer Abend auf einem Schiff der Primus-Linie in Frankfurt am Main. Und es gelang dem VAN HEES-Team in vorbildlicher Weise, in entspannter Runde den Messe-Rummel für ein paar Stunden vergessen zu machen und die Gäste vor der geruhsam vorbei ziehenden nächtlichen Skyline Frankfurts kulinarisch und musikalisch zu verwöhnen. An Bord war es die internationale Atmosphäre, die anregende Präsenz der geschäftsführenden Gesellschafterin Julia VAN HEES und die launige Begrüßung durch Jürgen Georg Hüniken (Vors. der VAN HEES Geschäftsführung), die besondere Emotionen schürten; – zudem war es die Möglichkeit zu ungezwungener Kontaktaufnahme unter Gleichgesinnten, die Live-Musik und last but not least das variantenreiche Buffet sowie ausgesuchte Weine, die die Gäste noch lange von einem ausgesprochenen Highlight schwärmen lassen werden.

Fazit:

Es ist die Bereitschaft der VAN HEES GmbH, den Wünschen der Messe-Besucher nicht nur durch überzeugende Messe-Präsenz zu entsprechen, sondern wesentlich mehr zu tun, als erwartet wird, indem man mit einem gesellschaftlichen Highlight die geladenen Gäste nicht nur erfreut, sondern ihnen den so wichtigen Respekt erweist. So ist es auch nicht überraschend, wenn Robert Becht, (Mitglied der Geschäftsleitung der VAN HEES GmbH) mir heute mitteilt, die IFFA sei nicht nur eine erfolgreiche Messe für VAN HEES gewesen, sondern man habe auch ausschließlich positives Feedback zur „IFFA-Boat-Party“ erhalten.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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P. S. Als Fleischer/Metzgermeister könnten Sie zum Stichwort Messe auch folgende Fleischer/Metgzerblog-Beiträge interessieren

Clear Line für sichere Produkte

IFFA 2013 heute durch hessischen Staatsminister Boddenberg eröffnet!

 

 

Wenn der Arbeitsmarkt leergefegt ist

Mai 11th, 2013

Vakanzen als Wachstumsbremse in Fleischereien/Metzgereien

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

erfahrungsgemäß ist es auch für einen mittelständischen Unternehmer heutzutage nicht einfach, mit seinem Betrieb eine zufriedenstellende (Umsatz)-Rentabilität zu erwirtschaften. Schon marginale Abweichungen vom Plan-Soll im Einkauf/Verkauf und/oder bei den Kosten können über Gewinn oder Verlust entscheiden. Aus der Fülle der Komponenten, die hier greifen, hat sich in letzter Zeit überregional  bei Fleischereien/Metzgereien ein Faktor herauskristallisiert, der sich ausgesprochen hartnäckig als massive Wachstumsbremse erweist. Es sind freie Stellen (auch aber nicht nur) im Verkauf Ladengeschäft, die einfach nicht mehr besetzt werden können.

Während vorübergehende Produktions-Engpässe vielfach noch mit Kollegenhilfe und/oder Leiharbeitern – ohne Wahrnehmung durch den Kunden – überbrückt werden können, wird ein personeller Engpass im Verkauf Ladengeschäft vom Kunden unmittelbar gespürt. Denn Faktoren wie Kompetenz und Service, die neben Sortiments-Umfang und Design das Erscheinungsbild Ihres Unternehmens maßgeblich prägen, sind nun mal nicht nur inhaber- sondern auch team-abhängig. Bevor also die Wartezeiten für Ihren Kunden unzumutbar werden, und gar die ersten Kunden frustriert Ihr Geschäft wieder verlassen, sollte geprüft werden, ob Sie wirklich bereits alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben, Personal-Engpässe zu überwinden.

  • Überlegungen zur Demographie

Versetzen Sie sich hierzu einmal in die Lage Ihrer (Stamm)-Kunden: Deutschland wird älter. Diese Aussage gilt auch für Ihre Kunden. Fakt ist zudem: Erfahrungsgemäß lässt sich ein älterer oder alter Kunde gern von Fachkräften bedienen, die ihm altersmäßig zumindest nahe kommen.

So könnten Sie vielleicht in Anbetracht dieser Entwicklung einmal überlegen,

ob Sie nicht bereits ausgeschiedene Arbeitskräfte als Springer auf Abruf re-integrieren; -

oder ob Sie nicht aus Altersgründen ausscheidungswillige Arbeitnehmer für Teilzeit begeistern könnten.

  • Die Größe Ihres SB-Bereichs

Vielleicht könnten Sie personelle Engpässe aber auch dazu anregen, den SB-Bereich in ihrer Fleischerei sukzessive (das Feedback Ihrer Kunden sorgfältig beachtend) zu vergrößern.

  • Zahlung am Automaten

Auch haben erste Fleischereien eine Zahlung am Automaten eingeführt. Durch die Übertragung des Bezahlvorgangs auf den Kunden gewinnt das Verkaufsteam zusätzliche Beratungszeit für den nächsten Kunden. Zudem gibt es einen angenehmen, hygienischen Neben-Effekt: Das Verkaufs-Team kommt nicht mehr mit Geld in Berührung.

  • Feste Beratungszeiten für Party-Service-Kunden

Als Inhaber einer handwerklich strukturierten Fleischerei/Metzgerei sind wahrscheinlich auch Sie zu ganz bestimmten Zeiten vollständig unabkömmlich, da Sie fest in die Produktion eingespannt sind. Ein Party-Service-Kunde jedoch wünscht vielfach vergleichsweise umfangreiche Beratung durch den Chef. Entsprechende Anfragen im Ladengeschäft während Ihrer „Schaffenszeit“ in der Produktion führen zu unproduktiven Rückfragen und sorgen für Hektik im Team, wodurch wertvolle Zeit für dessen Kunden-Beratung/Bedienung verloren geht.

Sie könnten also Ihre (wochentäglichen) Beratungs-Termine für Party-Service-Kunden in eine für Sie stressarme Zeitzone verlagern und Ihre Kunden entsprechend informieren, um so Ihrem Team zu ermöglichen, sich auf die Bedienung an der Theke zu konzentrieren. Da sich jedoch nicht jeder Kunde daran orientieren wird, und sich manchmal auch Überraschungsbesuch bei ihm ankündigt, sollten Sie hier in gewissem Umfang flexibel bleiben.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

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IFFA 2013 heute durch hessischen Staatsminister Boddenberg eröffnet!

Mai 4th, 2013

Internationale Fleischwirtschaft trifft sich ab heute in Frankfurt zur weltgrößten Fachmesse

Sehr geehrter Herr Fleischer/Metzgermeister,

Die IFFA 2013, die Nr. 1 der Fleischwirtschaft, wurde heute vom hessischen Staatsminister Michael Boddenberg feierlich eröffnet. Auf der weltgrößten Fachmesse für die internationale Fleischwirtschaft, so die Mitteilung des Presseteams der Messe Frankfurt GmbH des weiteren, zeigen bis Donnerstag 960 Aussteller aus 47 Ländern in Frankfurt am Main dem internationalen Fachpublikum ihre Innovationen. Mit 110.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche verzeichnet die Weltleitmesse ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zur Vorveranstaltung und reflektiert damit die Dynamik der Branche. Laut Presseteam könnte Sie zudem folgendes interessieren:

Innovation und Internationalität

„Innovation und Internationalität, gepaart mit deutscher Handwerkskunst, sind die prägenden Begriffe bei der diesjährigen IFFA als der globalen Leitmesse für die Fleischwirtschaft“, sagte Staatsminister Boddenberg. „Die positive Entwicklung der IFFA ist ein Nachweis für die hohe Attraktivität des internationalen Messestandorts Frankfurt insgesamt.

Solides Wachstum der Fleischwirtschaft

Die Branchenkennzahlen untermauern die Bedeutung und die Zukunftsfähigkeit der Fleischwirtschaft: Das Produktionsvolumen der deutschen Anbieter von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen hat 2012 mit 11,4 Milliarden Euro laut Angaben des Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im VDMA einen Zuwachs von acht Prozent erreicht.

Das Fleischerhandwerk hat sich in 2012 stabil entwickelt. Der Umsatz bei den Fleischer-Fachgeschäften lag laut des Deutschen Fleischerverbandes zuletzt bei rund 16,4 Milliarden Euro. „Die IFFA spiegelt die Stärke der Branche wider. Sie ist die bedeutendste Innovationsplattform für die Fleischwirtschaft und baut ihren Status als internationale Leitmesse in diesem Jahr noch weiter aus“, so Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt.

Nachhaltigkeit

Ein Trend bei der diesjährigen Messe ist das Thema Nachhaltigkeit. Für sämtliche Produktionsstufen und Abläufe der Fleischverarbeitungs- und Verpackungstechnik werden Lösungen aufgezeigt, wie Energie- und Ressourceneinsatz effizienter gestaltet werden können.

Lebensmittelsicherheit

Von großer Bedeutung sind zudem die Bereiche der Lebensmittelsicherheit. Aspekte wie Qualitätssicherung, Hygiene während des Herstellungsprozesses sowie Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit der Ware stehen im Fokus der fleischverarbeitenden Wirtschaft. Metzger können sich das zunehmende Informationsbedürfnis auf Verbraucherseite durch Beratung zunutze machen. Trends auf Handwerksseite sind zudem Außer-Haus-Geschäfte wie Catering-Angebote oder Convenience-Produkte.

Weitere Schwerpunkte

Ein weiterer Schwerpunkt der IFFA 2013 liegt auf Ingredienzien, Gewürzen, Hilfsstoffen, Därmen und Packmitteln. Clean-Labelling, also die Reduktion beziehungsweise der Austausch deklarationspflichtiger Zusatzstoffe und Allergene sowie künstlicher Aromen, ist dabei ebenso ein Branchenthema wie „Walking Food“-Produkte, die Lebensstil und Essgewohnheiten jüngerer Zielgruppen bedienen. Sowie die Informationen des Presseteams der Messe Frankfurt.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

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P. S. Aus aktuellen Anlass:

im Frankfurter Stadtteil Bockenheim wird gemäß Sonder-Info vom Presse-Team IFFA www.iffa.de am

Sonntagmorgen, 05. Mai 2013

eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg entschärft. Hierfür werden großflächige Absperrungen errichtet. Dadurch ändern sich die Anreisebedingungen für Besucher der IFFA, der internationalen Leitmesse für die Fleischwirtschaft. Aufgrund von Umleitungen im Straßen- und Schienenverkehr kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen bei der Zufahrt zum Messegelände kommen. Die Messebesucher werden gebeten, dies in ihrer Zeitplanung zu berücksichtigen und entsprechende Hinweise zu beachten. Der Messebetrieb wird nicht beeinträchtigt.

Aktuelle Informationen sind aus Rundfunk und TV zu erfahren sowie unter http://iffa.messefrankfurt.com.

Sowie die Meldung vom IFFA Presse-Team

 

 

“Erfolgreich HANDELN!” – Das 25. Handelsforum OWL in Bielefeld – Teil drei

Mai 2nd, 2013

Hochkarätige Referenten machen auf der Jubiläums-Veranstaltung Erfolgsursachen sichtbar

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

„Erfolgreich HANDELN!“ – Das 25. Handelsforum OWL in Bielefeld – Persönlichkeit, Einsatz, Vision – Erfolg hat viele Gesichter

ist am 24. April 2013 das Topic auf der Jubiläumsveranstaltung in der Bielefelder Stadthalle. Der folgende Teil schließt sich an meinen Beitrag vom 28. April 2013 zum gleichen Thema an.

Auf Einladung des Handelsverbandes Ostwestfalen-Lippe e. V.  setzt Richard Oetker mit seinem Referat ganz besondere Akzente.

Richard Oetker, pers. haftender Gesellschafter Dr. August Oetker KG, Bielefeld

referiert zum Thema

Werte als Wettbewerbsfaktor – die Unternehmens-philosophie von Dr. Oetker

Richard Oetker ist seit dem Jahre 2010 an der Spitze des im Jahre 1891 als Nahrungsmittelbetrieb gegründeten Unternehmens, das im Laufe der Jahrzehnte gemäß Aussage des Referenten getreu dem Motto „Lege niemals alle Eier in einen Korb“ in verschiedene Branchen mit derzeit insgesamt 26.000 Beschäftigten diversifiziert hat.

Die Antwort des Richard Oetker auf die einleitende Fragestellung der Moderatorin Ina Böttcher „Wie profitiert das Unternehmen von der Lebenserfahrung des Richard Oetker?“ lässt erahnen, wo der Referent die Schwerpunkte setzen wird. Denn Richard Oetker sieht den Menschen als den wichtigsten Erfolgs-Faktor eines Unternehmens.  „Man muss zuhören und Geduld mitbringen. In unserem Unternehmen sind alle Mitarbeiter wichtig.“

Richard Oetker sieht Wertebewusstsein und ethisches Verhalten als Basis der Unternehmenskultur. Werte und Normen seien wichtig für Ordnung UND individuelle Freiheit. Dort, wo entsprechendes vom Team „gelebt“ würde, ergäbe sich ein großer Vorteil gegenüber dem Wettbewerb. In einem Familien-Betrieb wie Oetker hätten die Interessen des Unternehmens Vorrang vor dem Privatleben der Eigentümer. So gälte im Hause Dr. Oetker die Maxime, „Geerbtes in noch besserem Zustand an die Nachfolger zu übergeben“. Entsprechend seien langfristige Strategien und Visionen in einem Familienbetrieb eher umzusetzen als in einer Aktiengesellschaft, wo die Vorstände vielfach nur wenige Jahre im Amt wären.

Bei Dr. Oetker sei zudem Thesaurierung möglich, da sich die Gesellschafter unter der Maxime „Sicherheit vor maximaler Rendite“ mit einer niedrigen Ausschüttung zufrieden gäben. Zudem sähe man bei Dr. Oetker das Unternehmen als soziale Einheit innerhalb der Gesellschaft. Folgerichtig würde deshalb das Gemeinwesen bei wichtigen Aufgaben unterstützt. Umweltschutz und Klimaschutz seien wichtig. Jede Oetker-Generation habe bestimmte Projekte gefördert, in die man auch Aktionen der Mitarbeiter einbringe. Im Ausbildungsbereich Dr. Oetker kooperiere man mit weiter führenden Schulen. Projekte wie „Hand in Hand“ oder Anschaffung von Hilfsmitteln für Behinderte dienten nicht nur der Mitarbeiter-Identifikation mit dem Unternehmen sondern sorgten auch für Reputation in der Gesellschaft. „Moralische Intelligenz“ zahle sich letztlich aus, da werte-orientiertes Handeln vom Endverbraucher langfristig honoriert würde.

Ethisches Verhalten“, so mahnt Richard Oetker, „wird immer wichtiger.“ Nach Überzeugung des Referenten befindet sich unsere Marktwirtschaft diesbezüglich auf einem historischen Tiefstand.  Richard Oetker schließt deshalb zusammenfassend mit dem Satz:

„Wertebewusstsein, ethisches Handeln und Nachhaltigkeit sind als feste Basis einer gesunden Unternehmensphilosophie unverzichtbar.“

Soweit Richard Oetker, wie ich ihn verstanden habe.

-          – - – - -

Die abschließende Frage der Moderatorin Ina Böttcher, was für ihn nach Kenntnis sämtlicher Referate neu wäre, nutzt Ferdinand Klingenthal dazu, wie folgt zusammen zu fassen.

Die Soziale Marktwirtschaft, so der Vorsitzende des Handelsverbandes OWL, sei eine Wirtschaftsform, die es ermögliche, „die Dinge weiter zu entwickeln“. So könne Bestehendes optimiert werden. Integration und Identifikation des Mitarbeiter-Teams mit dem Unternehmen seien von zunehmender Bedeutung. So könne man die Mitarbeiter „wirken“ lassen. Die neue Generation sei durchaus willig, erwarte aber ein besonderes Umfeld. Die besonders Leistungswilligen unter den Jüngeren würden ihre Lebensumstände individueller ausgestalten wollen. Und er schließt mit dem Satz: „Das wird eine spannende Sache.“ Soweit Ferdinand Klingenthal.

Mein Fazit: 

Eine vergleichende Gegenüberstellung der Kernthesen der Referenten zu Ursachen des Erfolges könnte zusätzliche Erkenntnisse bringen. Vergleicht man die Kernthesen der einzelnen Referenten miteinander, dann ist folgendes auffällig.

Strategie:

Focussierung auf die Kernkompetenz erhöht die Wahrnehmung durch den Endverbraucher

Frank Seidensticker benennt als Kernkompetenz „Hemden und Blusen“.

Torsten Toeller sieht die „Fressnapf“-Kernkompetenzen als Summe aus räumlicher Nähe und Kulanz sowie bei Auswahl und aggressivem Preis, die sich um die Fachkompetenz scharen.

Vertikalisierung ermöglicht, die ganze Wertschöpfungskette abzuschöpfen, jede einzelne Stufe der Wertschöpfung zu kontrollieren, die Qualität zu optimieren und die Kontrolle über sein Handeln zu bewahren.

Frank Seidensticker und Torsten Toeller argumentieren diesbezüglich weitestgehend übereinstimmend.

Innovationen:

Kreative Eigenmarken dienen der Abgrenzung gegenüber dem Wettbewerb.

Innovationsführerschaft schafft Reputation und Vertrauen. (Frank Seidensticker)

Auch Torsten Toeller ist überzeugt, Eigenmarken würden getreu dem Grundsatz „Raus aus der Vergleichbarkeit“ der Abrenzung und Profilierung des Unternehmens dienen.

Ähnlich argumentiert Wilhelm Weischer, der sich sicher ist, sich auf Dauer nur über Eigenmarken profilieren und Kauf entscheidende Emotionen beim Verbraucher auslösen zu können.

Problem jedoch: Eigenmarken sind im Netz schwer zu finden.

„Innovationen entstehen aus Widersprüchen, aus ungewöhnlichen Zusammenstellungen.“ (Dr. Peter Kreuz)

Mitarbeiter-Motivation:

Mitarbeiter-Identifikation mit dem Unternehmen erzeugt Schaffensrausch.

Wilhelm Weischer sieht in motivierten Mitarbeitern einen wesentlichen Erfolgsfaktor. Folgerichtig widmet er in seinem Unternehmen dem Arbeitsumfeld, der Ausbildung und der Stärkung des Teamgeistes breiten Raum

Richard Oetker sieht in motivierten Mitarbeitern einen wesentlichen Teil der Unternehmenskultur, die einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil generieren könne. So würde man Mitarbeiter-Aktionen gezielt fördern, die dem Gemeinwohl dienten. Das schaffe Mitarbeiter-Identifikation mit dem Unternehmen.

Marketing:

Mobile Shopping ist auf dem Vormarsch.

Flagship-Stores, Location based Push Marketing, M2M-Technologie, Pop-Up-Stores, Angebote zum Mobile Shopping generieren Umsatz. (Frank Seidensticker)

Torsten Toeller clustert die Kunden nach Themenfeldern und Vorlieben, um die Kaufmotive der Kunden immer besser zu verstehen und sich entsprechend auszurichten.

Cross Channeling:

Multi-Channeling ist durch Cross Channeling zu optimieren.

Torsten Toeller ist überzeugt, der Kombination von Online-Shopping und stationärem Einkaufen (z. B. online bestellen und stationär abholen oder stationär beraten lassen und online ordern) gehöre die Zukunft. Hierzu müssten die Online-Preise allerdings den stationären Preisen angeglichen werden.

Auch Wilhelm Weischer sieht im Cross Channeling eine große Herausforderung, in das in seinem Falle zusätzlich auch die Franchise-Nehmer mit einzubinden wären. Auch er sieht die Notwendigkeit der Preisangleichung zwischen Online-Shop und stationärem Ladengeschäft, da Cross Channeling den Preisvergleich ermöglicht.

Summa Summarum bietet das 25. Handelsforum OWL in Bielefeld ein wahres Füllhorn anregender und begeisternder Kreativität. Natürlich habe ich auch dieses Mal wieder die Gelegenheit genutzt, mich mit einzelnen Referenten persönlich zu unterhalten. Der übereinstimmende Tenor: DEN Königsweg gibt es nicht. Und den hat sicherlich auch niemand erwartet. Es ist vielmehr die Summe betriebsindividuell zusammenzustellender und zusammen wirkender Faktoren, die den entscheidenden Unterschied machen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind umso bedeutender, als sie nicht nur in vielen Fällen ähnlich oder gar deckungsgleich sind, sondern zudem von Unternehmern vorgestellt wurden, die Ihr empirisch untermauertes Wissen um die Ursachen des Erfolges freimütig und mit großem Respekt voreinander öffentlich gemacht haben.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Fleischer/Metzgerblog-Moderator)

Autor strategischer Sachbücher für die Fleischer/Metzger-Branche
Autor des aktuellen Strategie-Buchs “Die Metzger-Bibel

Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
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